BAD KREUZNACH – Janina Krug, Assistenzärztin in der Inneren Medizin an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, ist frisch gekürte Weltmeisterin im Triathlon.
Bei der „T100“- WM in Katar holte sie Mitte Dezember nicht nur den Titel in ihrer Altersklasse, sondern auch den Gesamtsieg.
Die 28-Jährige kam nach 4:05:30 Stunden mit einem Vorsprung von acht Minuten auf die starke internationale Konkurrenz ins Ziel. Wie kommt man dazu, einen solchen Wettkampf zu absolvieren, der fast doppelt so lang ist wie ein Triathlon über die olympische Distanz? „Einfach mal machen und jeden Tag trainieren“, sagt Janina Krug und lacht.
Ein „T100“ Triathlon geht über eine Distanz von insgesamt 100 Kilometern, das sind 2 Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 80 Kilometer Radfahren und 18 Kilometer Laufen. Drei Disziplinen, die jeweils höchste Konzentration, körperliche Belastbarkeit und mentale Stärke erfordern. Eigenschaften, die auch in der Facharztausbildung zur Internistin unverzichtbar sind.
Die gebürtige Mainzerin begann ihren beruflichen Weg mit einem Medizinstudium an der Johannes Gutenberg-Universität. Für ihr Praktisches Jahr zog es sie 2021 nach Bad Kreuznach in die Mühlenstraße. „Eigentlich hatte ich die Innere Medizin gar nicht so auf dem Schirm, aber die Vielfalt und insbesondere auch das Team haben mich im PJ direkt so begeistert, dass ich mich hier für eine Facharztausbildung entschieden habe“, sagt Janina Krug. Seit Juli 2023 arbeitet sie als Assistenzärztin an den Diakonie Kliniken in der Mühlenstraße. Nur einen Monat zuvor, im Juni 2023, absolvierte sie ihren ersten Triathlon und wurde Achte. „Gelaufen und geschwommen bin ich schon in meiner Kinder- und Jugendzeit. Das Fahrradfahren kam erst nach meinem dritten Staatsexamen hinzu, als ich mir in einer sechsmonatigen Auszeit ein Rennrad gekauft habe,“ erzählt sie. Seitdem kamen einige Titel hinzu, darunter der Rheinland-Pfalz-Titel über die olympische Distanz im August 2025 am Bostalsee. Für die Weltmeisterschaft in Katar gab es im Vorfeld Qualifikationswettkämpfe auf der ganzen Welt. Ihre „Quali“ in Südfrankreich sicherte sich Janina Krug Ende August mit einem Sieg.
Das intensive Training für die nationalen und internationalen Wettkämpfe integriert sie abends nach ihrem Dienst oder am Wochenende in den eng getakteten Klinikalltag. „Man braucht Wille, Disziplin und Organisationstalent“, sagt Krug, die keinen eigenen Trainer hat und ihren Trainingsplan selbst „ganz nach Gefühl“ aufstellt. „Bei meinem hektischen Klinikalltag brauche ich eine gewisse Flexibilität“, erklärt sie.
Die Klinikleitung ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Vorstand Andreas Heinrich, Geschäftsführer Manuel Seidel und der neue Chefarzt der Inneren Medizin, Dr. Daniel Schmitz, überreichten der Weltmeisterin einen Blumenstrauß und würdigten die außergewöhnliche Leistung. „Wir sind unglaublich stolz, eine so engagierte und disziplinierte Ärztin in unserem Haus zu haben. Frau Krug zeigt eindrucksvoll, dass Spitzenleistung im Beruf und im Sport möglich ist – mit Leidenschaft, Struktur und Teamgeist. Im Namen der gesamten Klinik gratulieren wir herzlich zu diesem Weltmeistertitel“, sagt Geschäftsführer Manuel Seidel.

















