Trier-Heiligkreuz – 65 Jahre Ehe sind eine echte Seltenheit: Johann und Margarete Aubart haben am 19. Januar ihre Eiserne Hochzeit gefeiert. In Heiligkreuz gratulierten dem Paar neben Ortsvorsteher Hanspitt Weiler auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der persönlich Glückwünsche überbrachte. Auch ein Schreiben des Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer wurden überreicht.
Der Name Aubart ist in Trier weit bekannt: Johann Aubart wurde 2023 zum Ehrenbürger der japanischen Partnerstadt Nagaoka ernannt und engagiert sich seit Jahrzehnten für den deutsch-japanischen Kulturaustausch sowie den Trierer Stadtlauf.
Von Heiligkreuz bis Japan: Ein Leben voller Engagement
Die besondere Verbindung Aubarts zu Japan begann 1980 mit seiner ersten Reise nach Fernost. „Da hatte ich das Gefühl, die haben auf mich gewartet“, erinnert sich der heute über 80-Jährige. Es folgten mehr als 80 Japan-Reisen. Als Mitbegründer der Deutsch-Japanischen Gesellschaft setzte er sich intensiv für den kulturellen Austausch ein. Dafür erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz sowie den japanischen Orden „Aufgehende Sonne“.
Hochzeit gegen Widerstände
Die Anfänge der Ehe waren nicht einfach. „Seine Mutter wollte mich nicht“, erzählt Margarete Aubart lachend. Da beide noch keine 21 Jahre alt waren, brauchten sie die Zustimmung der Eltern – ein bürokratischer Kraftakt. Doch Johann Aubart blieb entschlossen: „Ich hab gesagt: Ich geh heiraten.“
Arbeit, Familie und klare Rollen
Johann Aubart arbeitete bei der Post, engagierte sich im Postsportverein und in der internationalen Jugendarbeit. Zusätzlich absolvierte er häufig eine „zweite Schicht“ mit Antennenmontagen und Fernsehverkäufen. Sohn Franz erinnert sich an lange Arbeitstage bis spät in den Abend. Währenddessen hielt Margarete Aubart der Familie den Rücken frei und kümmerte sich um Haushalt und Kinder.
Auch nach dem Eintritt in den Ruhestand blieb Aubart aktiv, arbeitete weiter als Vertragspartner einer Werbefirma und blieb seinen Herzensprojekten treu.
Lebensbilanz nach 65 Ehejahren
Romantik stand beim Rückblick weniger im Vordergrund als das gemeinsam Erreichte. „Wenn man ausgeglichen ist, kann man viel im Leben erreichen“, fasste Johann Aubart den Schlüssel zu 65 gemeinsamen Jahren zusammen.













