Gewalt an Schulen: Teuber für „deutlich stärkere Polizeipräsenz“ laut Bericht

Polizei, Psychologen und Sozialarbeiter in Brennpunktschulen? Bildungs- und Innenministerium stehen nach Polizeieinsätzen und Gefährdungsanzeigen von Lehrern im Austausch. Was bisher bekannt ist.

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Foto: Uta Poss/dpa/Symbolbild

MAINZ. Nach Gewaltvorfällen mit mehreren Polizeieinsätzen an einigen Schulen in Rheinland-Pfalz berät die Landesregierung über konkrete Maßnahmen. Bildungsminister Sven Teuber sei mit dem für die Polizei zuständigen Innenminister Michael Ebling (beide SPD) darüber im Austausch, sagte der Sprecher des Bildungsministeriums auf Nachfrage.

Einzelheiten nannten beide Ministerien zunächst nicht. Einem Bericht der «Rhein-Zeitung» zufolge hat Teuber im Bildungsausschuss des Landtags vergangenen Donnerstag «eine deutlich stärkere Polizeipräsenz» an von Gewalt betroffenen Schulen angekündigt. Es gehe darum, an diesen Schulen eine Polizeiuniform sichtbar zu machen – bis hin zu möglichen Gefährderansprachen.

Teuber habe zudem von präventiven Maßnahmen gesprochen. Lehrerinnen und Lehrern müsse der Rücken gestärkt werden, bei Regelüberschreitungen müsse es Konsequenzen für Schüler geben – bis hin zum Schulausschluss, schreibt die «Rhein-Zeitung».

Probleme werden oft von außen in die Schulen getragen

Der Bildungsminister habe auch darauf verwiesen, dass viele Probleme nicht in der Schule entstünden, sondern außerhalb – und mitgebracht würden. Teuber hat der «Rhein-Zeitung» zufolge ein breites Netzwerk zur Unterstützung angeregt – aus Lehrern, multiprofessionellen Teams mit Schulsozialarbeitern und -Psychologen, Eltern, aber auch der Polizei und Jugendhilfe.

Ein Polizeieinsatz an einer Realschule in Ludwigshafen und Gefährderanzeigen von Lehrern waren Ende vergangenen Jahres auch Anlass teils hitziger Debatten im Landtag. CDU-Fraktionschef Gordon Schnieder griff dabei die Landesregierung scharf an und forderte die Schulabteilung der Verwaltungsbehörde ADD auf, «dringend etwas zu ändern». (Quelle: dpa)

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3 Kommentare

  1. Endlich: Nach über 30 Jahren Regierungszeit hat die SPD in Rheinland-Pfalz das völlig unverschuldete Phänomen „Gewalt an Schulen“ entdeckt. Das zeigt wie rasch und effizient unsere Führungskräfte auf gesellschaftliche Probleme reagieren. Und wie reagiert der aktuell regierende Bildungsminister und Hundeliebhaber Sven Teuber?

    Mit der revolutionären Erkenntnis, dass Polizeiuniformen pädagogisch wirken – am besten gleich mehrere pro Schulhof. Das ist meiner Meinung nach ein brillianter Einfall und wird vielen Eltern nachhaltiges Vertrauen einflössen. Minister Teuber demonstriert dass er eindeutig ein Mann der Zukunft ist, mit viel Potential für glasklar durchdachte, energische und gleichzeitig effiziente Lösungsansätze!

    Dass diese Probleme nicht vom Himmel fallen, sondern sich über die Jahrzehnte der SPD Regierungszeit seit 1991aufbauen konnten – unter einer Landesregierung, die Personalabbau im Bildungsbereich für Modernisierung hielt und Schulsozialarbeit oft als „nice-to-have“ behandelte – spielt selbstverständlich keine Rolle. Ich betone, dass Überlegungen in dieser Richtung völlig abwegig sind.

    Mir drängt sich aufgrund des – vermutlich überzogen dramatischen Tenors in diesem Artikel – ein schlimmer Verdacht auf. Könnte es sein dass die CDU – trotz Null Prozent Regierungsanteil – heimlich die sozialen Verhältnisse und die Atmosphäre an unseren Schulen vergiftet hat????? Vielleicht per Fernsteuerung aus dem Fraktionszimmer???? Oder durch besonders aggressive Wahlkampfplakate der letzten Dekade????? Oder via Tiktok und was es da sonst noch alles im digitalen Raum gibt????

    Wäre das möglich? Oder noch schlimmer: werden die im Artikel beschriebenen Verhältnisse eventuell durch besonders bösartigen Personen von dieser blauen Partei verursacht???? Man hört ja allenthalben dass diese besonders perfide vorgehen um Unfrieden und quasi Anarchie in der Bevölkerung anzufachen.

    Teubers Lösung ist so bestechend einfach wie folgerichtig: wenn Kinder ausser Kontrolle geraten, braucht es nicht mehr Lehrkräfte, nicht kleinere Klassen, nicht frühe Hilfen – sondern Sichtkontakt zur Exekutive!!!

    Wer früh lernt, dass Autorität Uniform trägt, wird später ein braver Bürger. Und falls nicht: Schulausschluss –> RAUS!!! Problem gelöst – zumindest für die Statistik. Ich finde diesen Ansatz des Ministers genial, einfach brilliant. Aber es gibt Alternativen, die ich im weiteren Text beschreibe.

    Man muss dem Minister aber noch etwas zugutehalten: Er bleibt sich und dem Politikstil seiner Partei der letzten Jahrzehnte treu. Statt Ursachen zu bekämpfen, bekämpft er Symptome. Und statt Verantwortung zu übernehmen, verteilt er sie – geschickt und konsequent an diejenigen, die ohnehin nichts zu sagen haben. Einfach konsequent und lösungsorientiert. Ich bin begeistert und das werden viele Eltern sicher ebenso empfinden.

    Ich als Bintolerant bin dafür bekannt dass ich im Unterschied zu vielen Querulanten im Forum nicht nur kritisiere, also rummeckere, sondern immer lösungsorientiert argumentiere. Leider sind alle meine brillianten Vorschläge der Vergangenheit ignoriert worden, trotzdem bleibe ich positiv und konstruktiv.

    Hier also ein alternativer Lösungsvorschlag den ich direkt an den Hundefreund/Hundeversteher Sven Teuber richten möchte. Eventuell liest er oder einer seiner Vertrauten ja mit.

    Warum nicht Hunde gegen Hass?

    Während Minister Teuber weiterhin auf die bewährte eingefahrene Strategie setzt – nämlich Probleme durch Polizeipräsenz zu sichtbarisieren, statt sie zu lösen – liegt die eigentlich – nur für einen Bintolerant typisch geniale Antwort – doch auf der Hand:

    Therapiehunde. Und zwar am besten direkt aus dem örtlichen Tierheim.

    Denn was braucht ein Schüler, der in prekären Verhältnissen aufwächst, am dringendsten? Natürlich einen vierbeinigen Freund, den er füttern, bürsten und Gassi führen muss – zusätzlich zu Hausaufgaben, Nebenjob und familiären Belastungen. So lernt er Verantwortung! Und soziales Engagement!

    Und wenn er mal wieder „ausrastet“, zieht ihn der Hund freundlich am Hosenbein – pädagogisch wertvoller als jeder Konfliktlotsen Kurs.

    Man stelle sich das Bild vor: statt uniformierter Beamter patrouillieren künftig sanftmütige Mischlinge durch die Gänge der Brennpunktschulen. Kein Messer, kein Schubs, kein Geschrei – nur wedelnde Schwänze und feuchte Hundeaugen, die selbst den härtesten Pubertierenden zum Innehalten bringen.

    Sollte es dennoch zu Eskalationen kommen, kann der Hund notfalls als lebendes Schild dienen: „Vorsicht – emotionaler Schutzraum!“

    Und das Beste? Die Kosten sind minimal: die Hunde sind bereits da – im Tierheim, wo sie ohnehin keiner will. Das Land spart sich Sozialarbeiter, Psychologen und kleinere Klassen – und investiert stattdessen kostengünstig in Leinen, Futter und einen halbjährlichen „Hundehygiene-Workshop“.

    Ein echter Win-Win: Die Tiere finden ein Zuhause, die Schüler lernen Empathie, und die Regierung spart Kosten und kann endlich sagen: „Wir haben etwas getan.“ Zudem verfügt der zuständige Minister über die entsprechende Expertise als Hundeexperte, also der ideale Mann um meine phantastische Idee in der Praxis umzusetzen. Ich würde ihm die konzeptionelle Umsetzung und praktische Umsetzung zutrauen, leider scheint er aber nicht in der Lage zu sein, selbst solch geniale überraschend logische Konzepte zu entwicklen.

    Nun ja, es kann nicht jedermann ein von Brillianz durchdrungenes Universalgenie wie Bintolerant sein.

    Natürlich wäre es absurd zu behaupten, dass strukturelle Unterfinanzierung, überfüllte Klassen oder der Mangel an multiprofessionellen Teams irgendetwas mit der aktuellen Lage zu tun hätten. Das ist die übliche argumentative Vorgehensweise der Meckerer und Miesmacher, von denen sich leider so viele hier im Forum rumtreiben und echten Feingeistern/Problemlösern wie Bintolerant die Teilnahme immer mehr vergällen.

    Also: plausibel ist doch die These, dass all die im Artikel beschriebenen Probleme verschwinden, sobald jedes Kind seinen eigenen Hund ( gerne auch Pittbulls, Kangals, u.s.w.) hat, den es lieben und versorgen darf.

    Ein Mensch verlässt dich schon beim ersten Wind,
    ein Hund hält aus – auch wenn der Sturm beginnt.

    Ein Mensch vergisst, was du für ihn getan,
    ein Hund vergisst nie – er liebt dich, bis er kann.

    Ein Mensch urteilt nach Stand, nach Geld, nach Ruhm,
    ein Hund sieht nur das Herz – und bleibt dir stumm.

    Ein Mensch sagt: „Geh!“, sobald es schwierig wird,
    ein Hund sagt nichts – doch seine Treue stört
    nicht deine Freiheit, fordert keinen Lohn –
    er gibt dir alles, was er hat: sein Leben, seinen Thron.

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