Unfälle auf glatten Straßen, Bahn drosselt Tempo

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Der Weg zur Arbeit oder zur Schule gestaltete sich zum Beispiel im Westerwald winterlich. Foto:Thomas Frey/dpa

MAINZ – Schneeglatte Fahrbahnen, Regen im Flachland und verbreitet viel Wind: Das Wetter hat den Verkehr in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ordentlich ausgebremst und könnte das auch in den kommenden Tagen noch tun. Bei der Bahn fuhren auf einigen Strecken Züge mit verminderter Geschwindigkeit, bei Unfällen auf den Straßen blieb es zunächst bei Leichtverletzten. 

Regionalbahnen durften in Teilen der Pfalz und Rheinhessens nur mit verminderter Geschwindigkeit unterwegs sein. Deshalb könne es zu Verspätungen oder kurzfristigen Zugausfällen kommen, teilte die Deutsche Bahn mit. Fahrgäste sollten auf jeden Fall eine längere Reisezeit einplanen. Mit Beeinträchtigungen sei bis zum Betriebsschluss am Freitag zu rechnen.

Bahn: Mehr Zeit einplanen

Betroffen sind den Angaben zufolge unter anderem die Verbindungen Neustadt-Landau-Wissembourg, Landau-Pirmasens, Pirmasens-Kaiserslautern, Kaiserslautern-Bingen, Kaiserslautern-Kusel und Kaiserslautern-Mainz. Mit vermindertem Tempo rollen die Bahnen laut DB außerdem unter anderem auf den Linien Worms-Alzey, Frankenthal-Eiswoog, Wörth-Lauterbourg, Winden-Bergzabern und Weinheim-Fürth (Hessen). Die Bahn rief alle Reisenden dazu auf, sich vor Fahrtantritt mit Hilfe der App DB Navigator oder unter www.bahn.de zu informieren.

In der Nacht hatten winterliche Straßenverhältnisse zu Unfällen geführt. Das Polizeipräsidium Koblenz berichtete von zwei Unfällen mit insgesamt drei Leichtverletzten. Außerdem gab es zehn weitere wetterbedingte Unfälle, bei denen es aber bei Blechschäden blieb, wie ein Sprecher mitteilte. Drei Fahrzeuge fuhren sich im Schnee fest. Bei den Polizeipräsidien Westpfalz in Kaiserslautern und Trier war die Rede von vereinzelten Ästen oder umgestürzten Bäumen auf Fahrbahnen, jedoch nichts von Unfällen.

Sturmwarnungen für zahlreiche Kreise

Auf der Bundesstraße 274 bei Holzhausen an der Haide im Rhein-Lahn-Kreis verlor ein Autofahrer in einer Kurve auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug, wie die Polizei berichtete. Er stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Der 24-Jährige aus dem Rhein-Lahn-Kreis und die entgegenkommende 39-Jährige aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wurden leicht verletzt. Zu dem anderen Unfall mit einer leicht verletzten Person wurden zunächst keine näheren Einzelheiten bekannt.

Für zahlreiche Gegenden in Rheinland-Pfalz und dem Saarland warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Sturm. Die Rede war für das Gros der Landkreise von Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Stundenkilometern. In exponierten Lagen müsse mit schweren Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern gerechnet werden. Schneefall wurde ab etwa Freitagmittag bis zum Samstagmittag unter anderem in Eifel, Hunsrück und Westerwald erwartet. In Staulagen seien bis zu 25 Zentimeter Neuschnee drin, hieß es.

Es wird frostig

Und wie geht es weiter? Der DWD erwartet für Samstag Höchstwerte zwischen minus ein und plus vier Grad. In der Nacht zum Sonntag klingen die Schneefälle demnach ab, es muss aber verbreitet mit Frost bei Werten von minus vier bis minus acht Grad gerechnet werden, in nördlichen Hochlagen sogar bis minus elf Grad. Der DWD warnt vor verbreitet Glätte durch überfrierende Nässe.

Schnee liegt auf dem Gipfel des Erbeskopfs. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

Der Sonntag dürfte dann in Rheinland-Pfalz und im Saarland wechselnd bis stark bewölkt, mitunter auch heiter werden. Während ganz im Süden anfangs noch Schneefälle möglich sind, bleibt es ansonsten niederschlagsfrei bei Dauerfrost bei minus ein bis minus sechs Grad.

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