Rheinland-Pfalz/Saarland. Der Winter zeigt sich aktuell von seiner extremen Seite: Zwischen Mittwoch, 7. Januar, und Samstag, 11. Januar 2026, droht in Rheinland-Pfalz und im Saarland eine hochgefährliche Wetterlage. Schnee, gefrierender Regen, Glatteis und teils schwere Sturmböen sorgen laut Wetterdiensten für ein erhebliches Risiko im Straßenverkehr und im öffentlichen Leben.
Eisige Nächte und Neuschnee: Glättegefahr nimmt massiv zu
Im Laufe des Mittwochs setzt von Nordwesten her kräftiger Schneefall ein. In den Mittelgebirgslagen können laut Prognosen bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. Aber auch in tieferen Regionen wie dem Mosel- und Rheintal ist zeitweise Schnee möglich. Die Folge: rutschige Fahrbahnen, erhöhte Unfallgefahr und Verkehrsbehinderungen.
Tauwetter, Regen und Orkanböen: Donnerstag wird besonders gefährlich
Am Donnerstag verschärft sich die Lage weiter – vor allem im Saarland und in der Pfalz. Dort steigt die Temperatur kurzfristig auf bis zu 14 Grad, während aus Westen stürmische bis orkanartige Böen aufziehen. Laut Prognosen sind Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h möglich.
Bereits erste Schäden wurden gemeldet: In Hermeskeil wurde durch eine Sturmböe ein Bushäuschen zerstört. Besonders tückisch wird die Kombination aus Regen auf gefrorenem Boden: Es droht Blitzeis, vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Der Deutsche Wetterdienst warnt ausdrücklich vor akuter Lebensgefahr im Straßenverkehr.
DWD warnt – Innenministerium rät: Fahrten vermeiden
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile von Rheinland-Pfalz und dem Saarland amtliche Warnungenvor Glätte, Schnee und schweren Sturmböen herausgegeben. Auch das Innenministerium appelliert an die Bevölkerung, unnötige Fahrten zu vermeiden.
Bereits jetzt kommt es zu:
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Zugausfällen und Verspätungen
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Flugstreichungen, unter anderem am Flughafen Saarbrücken
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Unfällen durch Glätte
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Behinderungen im Berufs- und Schülerverkehr
Pendlerinnen und Pendler sollten mehr Zeit einplanen oder – wenn möglich – im Homeoffice bleiben.
Empfehlungen für die kommenden Tage
Behörden und Wetterexperten raten dringend zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
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Warn-Apps wie DWD WarnWetter aktiv nutzen
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Fahrzeuge mit Winterausrüstung ausstatten
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Autofahrten vermeiden, insbesondere nachts
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Wälder und exponierte Lagen wegen Sturmbruchgefahr meiden
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Auf herabfallende Äste, lose Gegenstände und vereiste Gehwege achten
Entspannung erst zum Wochenende in Sicht
Eine langsame Beruhigung der Wetterlage wird frühestens ab Samstag erwartet. Bis dahin bleibt die Mischung aus Frost, Schnee, Regen und Sturm hochgefährlich. Der Winter hat Rheinland-Pfalz und das Saarland fest im Griff – und verlangt in den kommenden Tagen höchste Vorsicht.

















