Eifersucht, Fotos, tödliche Schüsse! Mordprozess gegen 35-Jährigen startet vor dem Landgericht Trier

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Polizeibus am Waldrand, Spurensicherung auf Parkplatz mit Sicht auf Hinweisschilder, feuchter Asphalt nach Reinigung.
Spurensicherung am Tatort: Polizei sichert das Umfeld am Wanderparkplatz unweit der Stadtgrenze von Hermeskeil ab. (Quelle: Steil-TV)

Staatsanwaltschaft wirft 35-Jährigem heimtückische Tötung nach Beziehungskonflikt vor

Trier/Hermeskeil. Vor dem Landgericht Trier beginnt Mitte Januar ein aufsehenerregender Mordprozess. Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage gegen einen 35-jährigen Mann erhoben, dem vorgeworfen wird, im Juni 2025 eine Frau in einer Gemeinde im Landkreis Trier-Saarburg erschossen zu haben. Das Verfahren wird vor dem 1. Schwurgericht verhandelt.

Der Prozessauftakt ist für Dienstag, 13. Januar 2026, um 9.30 Uhr angesetzt. Weitere Verhandlungstage sind für den 15., 22., 26. und 28. Januar 2026 vorgesehen.

Tatvorwurf: Schüsse auf Parkplatz an Landstraße

Polizeifahrzeug und Leichenwagen an einem Waldparkplatz bei Hermeskeil, Absperrung und Sichtschutz am Tatort, Ermittler im Gespräch.
Absperrung am Fundort – Polizei und Bestatter am Parkplatz an der L151 bei Hermeskeil, wo die Leiche der 28-jährigen Frau entdeckt wurde. (Quelle: Steil-TV)

Nach Darstellung der Anklage soll der Angeklagte am 4. Juni 2025 eine Frau heimtückisch getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass beide zuvor eine außereheliche Beziehung geführt hatten, die der Angeklagte am Tattag beendet haben soll.

In der Folge habe die Geschädigte der Schwägerin des Angeklagten kompromittierende Fotos übersandt. Diese habe den Mann daraufhin aufgefordert, sich gegenüber seiner Ehefrau zu erklären.

Unter dem Vorwand eines klärenden Gesprächs soll der Angeklagte die Frau auf einen Parkplatz an einer Landstraßegelockt haben. Dort habe er laut Anklage zwei Schüsse auf sie abgegeben. Die Frau erlag ihren Verletzungen noch am Tatort.

Angeklagter in Untersuchungshaft – bislang nicht vorbestraft

Die Polizei sichert den Fundort der Leiche an einer Art Wegeinfahrt an der Landstraße 151. Foto: Steil-TV/dpa

Der Beschuldigte ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Er befindet sich jedoch seit der Tat in Untersuchungshaft.

Die Anklage lautet auf Mord, verhandelt wird der Fall vor dem Schwurgericht unter dem Vorsitz von Dr. Theresa Hardt. Verteidigt wird der Angeklagte durch einen Rechtsanwalt aus Saarbrücken.

Wie üblich gilt: Die Schilderung des Tatvorwurfs basiert auf der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Über Schuld oder Unschuld entscheidet allein das Gericht.

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