ZELL (MOSEL). Im Rahmen der kontinuierlichen Modernisierung der Kläranlage wird derzeit die Schlammfaulung schrittweise in Betrieb genommen. Ziel dieser Umstellung ist es, den Betrieb der Anlage zukunftssicher, energieeffizient und umweltfreundlich auszurichten.
Im Faulturm wird der anfallende Klärschlamm unter kontrollierten Bedingungen stabilisiert und dabei in seinem Volumen reduziert. Gleichzeitig entsteht sogenanntes Faulgas – ein energiereiches Gasgemisch, das während des Prozesses anfällt. Die Nutzung dieses Gases zur Energieerzeugung ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Kläranlagentechnik und trägt zur Reduzierung des externen Energiebezugs sowie zur Verbesserung der Klimabilanz bei.
Aktuell befindet sich der neue Faulturm noch im Anfahr- und Einstellbetrieb. In dieser Phase wird zunächst ausschließlich die Gasfackel betrieben, über die das anfallende Faulgas kontrolliert und sicher abgefackelt wird. Dieses Vorgehen ist notwendig, um einen sicheren und stabilen Dauerbetrieb zu gewährleisten. Ebenso kann es im Anfahr- und Einstellbetrieb zu Geruchs- und Geräuschs-Emissionen kommen, die jedoch nicht gesundheitsgefährdend sind.
Nach erfolgreichem Abschluss der Inbetriebnahme wird das Faulgas im Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die Gasfackel dient dann lediglich als Sicherheitseinrichtung. Die während der Inbetriebnahme sichtbare Flamme stellt keinen Gefahrenzustand dar und erfordert keinen Einsatz von Feuerwehr oder anderen Einsatzkräften.
Mit der Umstellung auf moderne Faulturm- und Energietechnik investiert das Abwasserwerk der Verbandsgemeinde Zell (Mosel) nachhaltig in einen sicheren, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Betrieb. (Quelle: Verbandsgemeindeverwaltung Zell (Mosel))















