Förderung in Millionenhöhe: Ehranger Abwasser wird künftig im Hauptklärwerk Trier gereinigt

0
Foto: SWT Trier

TRIER – Mit zwei Förderbescheiden über zusammen 1,88 Millionen Euro unterstützt das rheinland-pfälzische Umweltministerium in diesem Jahr die Stadtwerke Trier.

Die Maßnahme „Anbindung und Zusammenführung des Klärwerks Ehrang mit dem Hauptklärwerk Trier“ ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern ein strategischer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Energiewende.

Die Zusammenlegung der beiden Kläranlagen ermöglicht künftig die zentrale Reinigung des anfallenden Abwassers für nahezu das gesamte Stadtgebiet. Das spart Energie, reduziert Betriebskosten und führt zu einer weiteren Verbesserung der Umweltstandards. „Mit der Zusammenführung schaffen die Stadtwerke Trier eine zukunftsfähige Lösung für die Abwasserbehandlung in der Region“, betonte Umwelt-Staatssekretär Dr. Erwin Manz bei der Übergabe der beiden Förderbescheide. „Die Investition sorgt nicht nur für höhere Effizienz und eine weitere Verbesserung der Umweltstandards, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Gewässer-schutz und zur Energiewende.“

Das Herzstück des Projekts ist eine rund sieben Kilometer lange Abwasserdruckleitung, die beide Standorte verbindet. Die Leitung ist bereits verlegt. Seit September 2025 wird die biologische Aufbereitung im Hauptklärwerk erweitert, um künftig die zusätzlichen Mengen aus Ehrang zu behandeln. Im Frühjahr 2026 beginnt der Bau eines Pumpwerks mit Sandfang in Ehrang. Beide Maßnahmen sollen bis Frühsommer 2027 abgeschlossen sein. Ab Sommer 2027 wird das Ehranger Abwasser voll-ständig im Hauptklärwerk gereinigt.

Mit der Zusammenführung wird nicht nur die Abwasserbehandlung optimiert, sondern auch die Grundlage für innovative Projekte geschaffen: Die freiwerdende Infra-struktur in Ehrang soll künftig für die Gewinnung von Biomethan genutzt werden – ein möglicher Baustein für die kommunale Wärmeplanung.

„Die Umsetzung dieser Maßnahme ist ein Paradebeispiel für bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Von der detaillierten Planung über den komplexen Leitungsbau und die Umrüstung des Hauptklärwerks bis hin zum zukünftigen Betrieb – alle Beteiligten haben mit großem Engagement und Fachwissen an einem Strang gezogen“, betont Helfried Welsch, Leiter des Technikressorts der SWT.


Infokasten:

Aktuelle Förderung:

  • Druckleitung: Anbindung Klärwerk Ehrang – Hauptklärwerk Trier; Förder-Nr.: 5-3878; Zuwendung: 1,094 Mio. €
  • Belebung HKW: Erweiterung Biologie am Hauptklärwerk Trier Förder-Nr.: 5-4788; Zuwendung: 0,786 Mio. €
  • Förderung aktuell: 1,88 Mio. € für beide Maßnahmen
  • Baubeginn: September 2019, im Ruwer-Radweg zusammen mit der Stadt Trier
  • Fertigstellung der Druckleitung in 2025
  • Das Gesamtprojekt dauert bis Sommer 2027
  • Technische Eckdaten: PE-Druckrohre DN/OD 400, Spülbohrverfahren für Moselquerung und Bundesautobahn A602, Horizontalbohrung zur Querung der B53, offene Querung der Ruwer, Neubau Druckentspannungs-schacht
  • Umweltaspekt: Optimierte Phosphorelimination und Energieeinsparung durch Betrieb einer Großkläranlage
Vorheriger Artikel++ TANKEN IN LUXEMBURG AKTUELL: Spritpreis für Diesel fällt auch weiter ++
Nächster ArtikelNeue Leitung im Marienhaus Klinikum Eifel – Reibungslose Übergabe in der Orthopädie und Unfallchirurgie

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.