TRIER/ TRIERWEILER – Rheinland-Pfalz investiert weiter in frühe Bildung: Mit der heutigen Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz und der Stiftung Kinder forschen wird die frühe MINT-Bildung im Land deutlich gestärkt.
Bildungsminister Sven Teuber und Dr. Tobias Ernst, Vorstand der Stiftung Kinder forschen, unterzeichneten die Vereinbarung in der Kita Trierweiler, einer von der Stiftung zertifizierten Einrichtung für gute Bildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Ziel ist es, mehr MINT-Fortbildungen anzubieten und weitere Kitas, Horte und Grundschulen zu zertifizieren.
Um früh Interesse an MINT – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu wecken und langfristig zu erhalten, arbeiten die Stiftung Kinder forschen und das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz künftig enger zusammen. Das Land Rheinland-Pfalz verfolgt seit 2018 eine eigene MINT-Strategie, die Maßnahmen entlang der gesamten Bildungskette – von der Kita bis zur Hochschule – bündelt. Ziel der Kooperationsvereinbarung mit der Stiftung Kinder forschen ist es, Kitas, Grundschulen und Horte als tragende Elemente der Bildungskette nachhaltig zu unterstützen und zu stärken.
„Wir wollen Kinder frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern – unabhängig von Herkunft oder Lebensumständen“, sagte Bildungsminister Sven Teuber bei der Unterzeichnung. „MINT lässt sich perfekt in die frühkindliche Bildung integrieren, weil MINT-Themen die natürliche Neugier der Kinder ansprechen.
Mit dieser Kooperation unterstützen wir Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte, MINT in den Kita- und Grundschul-Alltag zu integrieren. Das geschieht z. B. durch passgenaue Fortbildungsangebote. Kitas sind zentrale Bausteine der Bildungskette. Wer hier gute Impulse setzt, sorgt schon heute für die Fachkräfte von morgen und stärkt somit das MINT-Land Rheinland-Pfalz nachhaltig.“
Auch die Stiftung Kinder forschen sieht in der Vereinbarung ein starkes Signal für frühe Bildung in der Region. Dr. Tobias Ernst betonte: „Rheinland-Pfalz zeigt mit seiner MINT-Strategie seit Jahren, wie ernst das Land die Zukunftsthemen nimmt. Wir freuen uns, gemeinsam die Qualität der frühen MINT-Bildung weiter voranzubringen und pädagogische Fachkräfte mit unseren Fortbildungsangeboten noch besser zu unterstützen.“ Ziel ist es, sowohl die Zahl der Fortbildungen auszubauen als auch mehr Einrichtungen für eine Zertifizierung zu gewinnen. „Ein ‚Haus, in dem Kinder forschen‘ macht MINT zum selbstverständlichen Teil des Alltags – genau das brauchen wir für chancengerechte Zukunftskompetenzen.“
Mehr MINT-Fortbildungen, stärkere Vernetzung, mehr zertifizierte Einrichtungen
Konkret vereinbart wurden diese zentralen Bausteine:
- Flächendeckende MINT- und BNE-Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte – durchgeführt von der Bildungsinitiative Kinder forschen, finanziert und unterstützt vom Bildungsministerium.
- Themenschwerpunkte wie „Mathematik“ oder „MINT und Sprache“, u. a. an Standorten des Pädagogischen Landesinstituts
- Erhöhung der Zahl zertifizierter Einrichtungen als „Haus, in dem Kinder forschen“
Starke Netzwerke vor Ort – MINT-Bildung in der Fläche
Eine zentrale Rolle für die Umsetzung der Kooperation spielen die regionalen Netzwerkpartner der Stiftung Kinder forschen. Bundesweit engagieren sich rund 200 Netzwerkpartner für gute frühe MINT-Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie bringen die Fortbildungsangebote der Stiftung in die Regionen, stehen im engen Austausch mit Kitas, Horten und Grundschulen und organisieren Fachtage sowie weitere Praxisformat. In Rheinland-Pfalz sind aktuell zehn Netzwerkpartner aktiv, die die Fortbildungsprogramme der Stiftung Kinder forschen in die Fläche tragen. Die neue Vereinbarung soll dazu beitragen, diese Strukturen weiter zu stärken, Übergänge, etwa von der Kita in die Grundschule, gezielt in den Blick zu nehmen und zukünftige gemeinsame Projekte wie Fachtage oder Inhouse-Fortbildungen zu entwickeln.
„Wir sind nah an den Kitas dran und erleben jeden Tag, wie neugierig Kinder sind“, sagte Désirée Mieszaniec, Netzwerkkoordinatorin des Bildungs- und Medienzentrums der Stadt Trier, die als Netzwerkpartner auch für die Kita Trierweiler zuständig ist. „Mit unseren Fortbildungen unterstützen wir Fachkräfte ganz praktisch im Alltag. Die Kooperation mit dem Land gibt uns Rückenwind, noch mehr Einrichtungen für lebendige MINT-Bildung zu gewinnen.“
Über die Stiftung Kinder forschen
Die gemeinnützige Stiftung Kinder forschen engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Die Stiftung Kinder forschen verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Partner der Stiftung sind die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Dieter Schwarz Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
















