TRIER/SAARBURG. Streuobstbäume prägen die Landschaft im Kreis Trier-Saarburg. Um sie zu schützen und zu erhalten, wurde das Streuobstprojekt der Stiftung „Zukunft in Trier-Saarburg“ in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung ins Leben gerufen. Neben der richtigen Pflege ist es auch wichtig, die Bäume regelmäßig auf Schäden und eine mögliche Gefährdung zu überprüfen.
Aus diesem Grund wurden im Rahmen des Projektes Gemeindemitarbeiter in einem einführenden Kurs über die sogenannte „Verkehrssicherheitsprüfung an Bäumen“ geschult. Der Fachagrarwirt Eckhard Hustedt hat den 15 Teilnehmern zunächst die Grundlagen erläutert. Wichtig sei, dass die Bäume regelmäßig in Augenschein genommen würden. Sollte ein Schaden sichtbar sein, müsse dieser schriftlich festgehalten werden. Hustedt empfiehlt in diesem Fall, einen Baumkontrolleur hinzuzuziehen. Dieser hat das nötige Werkzeug und die entsprechende Ausbildung, um den Schaden zu vermessen und zu bewerten.
Unter Schäden sind unter anderem baumfremder Bewuchs wie Pilze, Fäulnis oder Auffälligkeiten bei Laub und Rinde zu verstehen. Nicht alle Schäden führen dazu, dass der Baum absterben kann. Daher sind eine genauere Beobachtung und gegebenenfalls eine Abklärung sinnvoll. Wenn eine schwerwiegende Beschädigung festgestellt wird, die Auswirkungen auf die Stabilität des Baumes hat, ist es je nach Standort zudem notwendig, den Bereich großflächig abzusperren.
Wenn der Baum so massiv beschädigt ist, dass er eine Gefahr für Leib und Leben darstellt, müssten umgehend auch Feuerwehr und Ordnungsamt informiert werden, erklärte Hustedt.
Methoden in der Praxis testen
In dem Praxisteil untersuchten die Teilnehmer sowohl Streuobst- als auch Laubbäume in Longuich. Unter Anleitung von Eckhard Hustedt übten die Gemeindemitarbeiter die Abläufe, um mögliche Schäden feststellen zu können. „Wir sind froh, dass wir mit dem Streuobstprojekt auch einen Mehrwert für die Gemeinden im Kreis schaffen können“, sagte Dr. Cornelia Pfabel, die das Projekt seitens der Unteren Naturschutzbehörde betreut.
Das Streuobstprojekt startete bereits im Jahr 2021. Seitdem konnten in zwei Förderzeiträumen viele Eigentümerinnen und Eigentümer von Streuobstwiesen gefördert werden. Die Stiftung hat ihnen zum Beispiel Baumschnitte finanziert, um die Pflege der Bäume zu unterstützen. Daneben wurden zahlreiche Kurse und Vorträge rund um die Streuobstwiese für Gemeindemitarbeiter und Interessierte angeboten. Weitere Infos finden sich unter www.trier-saarburg.de/streuobstwiese/
Dank und Anerkennung
Begleitet wird das Projekt von Anita Allmann, Hannah Schmitz und maßgeblich von Dr. Cornelia Pfabel, die die Kreisverwaltung mit Ablauf des Jahres verlassen wird. „Wir möchten ihr für ihr außergewöhnliches Engagement danken. Sie hat dieses Projekt und auch ihre weiteren Aufgaben mit so viel Leidenschaft und Energie vorangebracht. Sie hat das Streuobstprojekt zu einem echten Erfolg gemacht. Das zeigen auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden“, lobten ihre Kolleginnen und Kollegen. (Quelle: Kreisverwaltung Trier-Saarburg)

















