Digitalpakt Schule: Sven Teuber fordert „ein klares Bekenntnis vom Bund“

Die Einigung auf einen Digitalpakt 2.0 wurde nach langem Ringen erzielt. Eine monatelange Hängepartie zur Finanzierung der Schulen dürfe aber nicht zur Regel werden, fordert Bildungsminister Teuber.

0
Der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber (SPD). Foto: Helmut Fricke / dpa / Archiv

MAINZ. Die finanzielle Unterstützung der Schulen für eine moderne IT-Infrastruktur muss langfristig gesichert sein. Das fordert der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber. «Digitalisierung bleibt eine Daueraufgabe für unsere Schulen und die Schulträger, deshalb brauchen wir dafür auch eine Dauerlösung», betonte der SPD-Politiker.

«Ich fordere ein klares Bekenntnis vom Bund, dass der Digitalpakt 2.0 jetzt schnell kommen kann, denn unsere Schulträger und unsere Schulen warten darauf.» Gleichzeitig sollte bereits an die Zukunft gedacht werden. Schulen müssten ausgestattet, Geräte gewartet und ausgetauscht werden, erklärte der Bildungsminister.

Deshalb müsse es perspektivisch eine Verstetigung der Bundesmittel geben. «Denn eins ist klar: Eine Hängepartie wie die zwischen Digitalpakt 1 und 2 dürfen wir uns im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler, unserer Schulen, aber auch als Wirtschaftsstandort Deutschland nicht mehr leisten.»

Der neue Digitalpakt ist auf sechs Jahre angelegt

Bund und Länder hatten Ende vergangenen Jahres nach monatelangem Ringen eine Einigung zum Digitalpakt verkündet. Demnach sollen beide Seiten in den kommenden sechs Jahren jeweils 2,5 Milliarden Euro in die Ausstattung der Schulen mit Laptops und moderner IT investieren.

Beim ersten Digitalpakt Schule, der im Mai vergangenen Jahres auslief, hatte sich der Bund seit 2019 mit 6,5 Milliarden Euro beteiligt und 90 Prozent der Ausgaben für die Digitalisierung in den Schulen – etwa für Laptops oder digitale Tafeln – getragen. Länder und Kommunen mussten nur zehn Prozent übernehmen. (Quelle: dpa)

Vorheriger ArtikelFall Dillinger: Keine Opfer in Afrika gefunden – Kritik am Auswärtigen Amt
Nächster ArtikelVon Entenhausen zur Porta Nigra: Donald Duck entdeckt das Saarland, Trier und Luxemburg!

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.