Rheinland-Pfalz: Höchste Zahl an Einbürgerungen seit 1999

In Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr so viele Menschen eingebürgert worden wie zuletzt 1999. Ein Grund: die Flüchtlingsbewegung der Jahre 2015 und 2016.

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Eine Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland und ein deutscher Reisepass liegen auf einem Tisch. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

BAD EMS. In Rheinland-Pfalz haben 2023 so viele Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten wie zuletzt vor 25 Jahren. Insgesamt 10.825 Menschen wurden im vergangenen Jahr im Bundesland eingebürgert, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems am Freitag mitteilte.

Das sind über 1700 Einbürgerungen mehr als 2022, so die Behörde. Viele der Geflüchteten, die 2015 und 2016 in Deutschland Schutz suchten, erfüllen demnach inzwischen die Voraussetzungen für eine Einbürgerung.

Unter den Eingebürgerten seien 4805 Frauen und 6020 Männer. Im Schnitt waren sie laut Mitteilung 29 Jahre alt, wobei rund 3000 Menschen jünger als 18 waren. Etwa zwei Drittel lebten vor ihrer Einbürgerung bis zu acht Jahre in Deutschland, die meisten davon zwischen sechs und acht Jahren.

Knapp die Hälfte der Menschen hatte vorher die syrische Staatsbürgerschaft als erste Staatsangehörigkeit: 5359 Syrerinnen und Syrer ließen sich in Rheinland-Pfalz einbürgern – so viele wie nie zuvor. Auf Platz zwei lagen Menschen aus der Türkei (460), gefolgt von bisherigen Rumänen (451), Afghanen (391), Iranern (350) und Polen (335).

Die Stadt Mainz verlieh insgesamt über 1000 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit und liegt damit auf Platz eins, gefolgt von den Landkreisen Neuwied mit fast 800 und Mainz-Bingen mit fast 700 Einbürgerungen. Die wenigsten Menschen (29) wurden im Donnersbergkreis eingebürgert. (Quelle: dpa)

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