Ein Kulturdenkmal verschwindet: Rückbau der Nepomukbrücke hat begonnen

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Die Nepomukbrücke in Rech an der Ahr nach der Flutkatastrophe. Foto: dpa

RECH. An der denkmalgeschützten und bei der Flutkatastrophe stark beschädigten Nepomukbrücke im Ahr-Ort Rech hat am Freitag der Rückbau begonnen. «Heute ist die Sicherung des Nepomuks erfolgt», sagte der Ortsbürgermeister Thomas Hostert (parteilos).

Die Statue sei im ganzen Stück erhalten geblieben, inklusive Sockel. «Ich bin sehr froh darüber, dass das geklappt hat.» Die Statue werde nun im Ort aufbewahrt. In der kommenden Woche solle die Baustelle eingerichtet und abgesichert werden. «Der Prozess wird vermutlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen, weil es ein schonender Rückbau ist.»

Die denkmalgeschützte Nepomukbrücke ist inzwischen bundesweit bekannt. An den Pfeilern der Brücke von 1723 zerschellten bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 Wohnwagen, Trümmerteile stauten die Wassermassen, die Brücke wurde schwer beschädigt und Teile des Ortskerns wurden komplett weggerissen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Deutsche Verband für Kunstgeschichte fordern trotzdem den Erhalt des Bauwerks. Es gibt aber eine gültige Abrissgenehmigung. Im Streit um die Zukunft der Brücke trat auch Hosterts Vorgänger zurück.

«Es wird auf jeden Fall ein Andenken kommen, in welcher Form auch immer», sagte Hostert. Es gebe aber noch keine genaue Planung. Es hänge auch davon ab, wie viele Steine von der Brücke noch verwendet werden könnten.

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