TRIER. Eine Stammzelltransplantation ist die einzige Überlebenschance, wenn Chemotherapien und Bestrahlung nicht den gewünschten Erfolg bringen. Doch einen passenden ‚genetischen Zwilling‘ für Betroffene zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Kolleginnen und Kollegen der GKN Driveline Trier GmbH wollen daher alles tun, um der an Blutkrebs erkrankten Jana zu helfen, wie die Stefan-Morsch-Stiftung mitteilt. Gemeinsam mit der Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei, starten sie deshalb eine große, öffentliche Typisierungsaktion, um einen oder eine passende/n Lebensretter oder Lebensretterin für die 21-Jährige und andere Betroffene zu finden: am Sonntag, den 11. September, von 12 bis 17 Uhr, im Trierer Betriebsrestaurant, Hafenstraße 41.
Zehn lange Monate haben Janas Kolleginnen und Kollegen um die junge Frau gebangt – und die Daumen gedrückt. Und es sah gut aus: Die Chemotherapien schlugen an und Jana schien die Krankheit zu besiegen. Ihr Team freute sich, legte zusammen und schenkte ihr einen Erlebnisgutschein. Der Termin für die Rückkehr der Zerspanungsmechanikerin an ihren Arbeitsplatz stand schon fest. Doch noch vor dem Neustart folgt ein herber Rückschlag: Plötzlich verschlechtern sich Janas Blutwerte – die Leukämie ist zurück. Eine Stammzelltransplantation ist jetzt ihre einzige Überlebenschance.
Trotz weltweiter Suche konnte jedoch bislang noch kein passender Spender oder eine Spenderin gefunden werden. Janas Kolleginnen und Kollegen sind geschockt. Abwarten kommt für sie nicht in Frage. Personalleiter Gregor Münch erklärt: „Als wir von der erneuten Erkrankung gehört haben, wollten wir sie alle sofort unterstützen. Darum starten wir jetzt diesen Typisierungsaufruf. Wir hoffen, dass wir die Bevölkerung zur Registrierung als Stammzellspender beziehungsweise -spenderin motivieren können. Wer mitmacht, kann mit sehr wenig Aufwand vielleicht Janas Leben retten!“ Je mehr Menschen sich am 11. September im Betriebsrestaurant der GKN Driveline Trier GmbH in die Datei der Stefan-MorschStiftung aufnehmen lassen, umso besser stehen die Chancen, dass ein ‚genetischer Zwilling‘ für die Zerspanungsmechanikerin gefunden wird. Denn für eine Stammzelltransplantation müssen die genetischen Gewebemerkmale übereinstimmen, die bei Menschen in unzähligen Kombinationen vorkommen.
Bereits 2018 engagierte sich die GKN Driveline Trier GmbH im Kampf gegen Leukämie und organisierte eine Typisierungsaktion für ihre Angestellten. Drei von ihnen haben seitdem schon mit einer Stammzellspende einem Menschen mit Leukämie geholfen. Vor nur wenigen Tagen registrierten sich viele weitere von ihnen bei einer internen Aktion als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender bei der Stefan-Morsch-Stiftung. Gregor Münch betont: “Wir wünschen uns von Herzen, dass wir am 11. September viele Lebensretterinnen und Lebensretter finden – und vor allem den oder die passende für Jana!”
Wer sich registrieren möchte, füllt vor Ort eine Einverständniserklärung aus und gibt eine Speichelprobe ab. Vorher wird man durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung genau aufgeklärt und kann Fragen stellen. Mitmachen können Menschen von 18 bis 40 Jahren. Mit dem Einverständnis der Sorgeberechtigten kann man sich schon ab 16 aufnehmen lassen – spenden darf man jedoch erst ab 18. Wer älter als 40 ist, sich aber gerne registrieren möchte, kann dies auch tun – jedoch muss man dann für die Registrierungskosten in Höhe von 40 Euro selbst aufkommen. Bis 40 Jahre übernimmt diese die Stefan-Morsch-Stiftung.
Unter www.stefan-morsch-stiftung.de gibt es viele Hintergrundinformationen, unter anderem über mögliche Ausschlusskriterien. Wer sich nicht typisieren lassen darf oder möchte, kann mit einer Geldspende trotzdem helfen: zum Beispiel um Betroffene und ihre Familien zu unterstützen, die aufgrund der Erkrankung in eine finanzielle Notlage gekommen sind. Spendenkonto der Stefan-Morsch-Stiftung: Stichwort Hilfe für Jana, DE76 5625 0030 0000 2222 24, BIC: BILADE55XXX, Kreissparkasse Birkenfeld.

















