Schlimme traumatische Erlebnisse: Psychologische Unterstützung vor Ort ganz wichtig

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Ein Mitarbeiter des DRK schaut sich die Zerstörungen an. Foto: Boris Roessler/dpa

KOBLENZ. Nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr im Norden von Rheinland-Pfalz sind viele Menschen traumatisiert. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sei mit Kriseninterventionskräften unterwegs, um psychologische Hilfe zu leisten, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt am Donnerstag bei einem Besuch im schwer betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler. Betroffen seien nicht nur Bürger, sondern auch Helfer.

«Die Nachbetreuung, die psychosoziale Betreuung, mit den Leuten reden – man hat ihnen praktisch alles genommen außer dem, was sie anhaben – die psychosoziale Betreuung ist ganz wichtig», sagte auch der Präsident des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Rainer Kaul. Von den rund 3500 Rotkreuzlern, die nach der Flut in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen im Einsatz seien, stammten rund 1000 aus Rheinland-Pfalz.

Der Arzt Peter Maas, der in Bad Neuenahr-Ahrweiler Dienste in einer mobilen Arztpraxis übernommen hat, sagte, es kämen viele Patienten mit Verletzungen oder mit dem Wunsch nach Rezepten in den Container. «Was uns auffällt ist: Die äußeren Verletzungen sind oft sehr gering, aber wenn die Patienten dann bei uns sind und zum ersten Mal in einer Situation sind, in der sich zum ersten Mal um sie gekümmert wird, dass dann oft alle Dämme brechen und starke Emotionen hervorkamen. Auch damit gehen wir um.»

DRK-Landespräsident Kaul forderte, es müsse mehr zentrale Vorhaltungen in Deutschland für solche Katastrophenfälle geben: Mehr mobile Arztpraxen, mehr Stromaggregate und anderes. Von der Hochwasserkatastrophe sind im Kreis Ahrweiler rund 42.000 Menschen betroffen.

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