TRIER/MAINZ – Die Bundespolizei hat eine umfassende Statistik zu den operativen Erfolgen seit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen am 6. September 2024 veröffentlicht.
Den Daten zufolge wurden in Rheinland-Pfalz insgesamt etwa 6.500 illegale Einreisen polizeilich registriert. Die Auswertung zeigt dabei deutliche Schwerpunkte an den verschiedenen Grenzabschnitten. Mit rund 4.000 festgestellten Fällen verzeichnete die Grenze zu Frankreich die höchste Frequenz. An der Grenze zu Luxemburg wurden 2.000 Personen ohne gültige Einreisepapiere registriert, während an der belgischen Grenze knapp 400 Fälle aktenkundig wurden.
Hohe Quote an unmittelbaren Zurückweisungen an den Übergängen
Ein wesentlicher Bestandteil der polizeilichen Bilanz ist die Anzahl der vollzogenen Zurückweisungen direkt an der Grenzlinie. Von den insgesamt registrierten Personen durften rund 4.535 Individuen die Reise nach Deutschland nicht fortsetzen. Im Detail schlüsselten die Beamten auf, dass 3.000 Personen an der französischen, 1.300 an der luxemburgischen und 235 an der belgischen Grenze zurückgewiesen wurden. Diese Zahlen belegen nach Ansicht der Sicherheitsbehörden die Effektivität der stationären und mobilen Kontrollstellen bei der Unterbindung unerlaubter Migration im grenznahen Raum.
Statistische Relevanz für die Fortführung der Sicherheitsmaßnahmen
Die Bundespolizei nutzt diese Datengrundlage, um die Wirksamkeit der aktuellen Strategie zur Migrationsbegrenzung zu untermauern. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) verwies bei der Vorstellung der Zahlen darauf, dass die statistische Entwicklung das Erreichen der gesteckten Ziele bestätige. Während die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Belastungen für den Pendlerverkehr, etwa an der Sauertalbrücke (A64), weiterhin Gegenstand der öffentlichen Debatte sind, bilden die vorliegenden 6.500 Registrierungen das Kernargument für die polizeiliche Lageeinschätzung. Eine weitere Beobachtung der Fallzahlen bis September soll Aufschluss über die langfristige Tendenz der Migrationsbewegungen geben.


















