TRIER. Schwere Gewalttat in der Saarstraße: Nach einem mutmaßlich heimtückischen Angriff auf eine junge Frau in Trier hat die Staatsanwaltschaft Trier Anklage wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erhoben. Der Fall geht nun vor das Schwurgericht des Landgerichts Trier.
Brutale Tat in der Trier
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll ein zur Tatzeit 43-jähriger Mann am 25. Mai 2025 versucht haben, seine 26-jährige Ex-Freundin zu töten. Beide hatten sich kurz zuvor getrennt, lebten aber weiterhin gemeinsam in einer Wohnung in der Saarstraße.
Am frühen Abend soll der Angeschuldigte das Zimmer der Frau betreten und sie plötzlich und unvermittelt angegriffen haben. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft würgte er das Opfer und fügte ihr mit einem bislang unbekannten Gegenstand zahlreiche blutende Stich- und Schnittverletzungen zu.
Opfer lebensgefährlich verletzt
Nach dem Angriff habe der Mann die Wohnung verlassen und die Frau schwerstverletzt zurückgelassen. Die Polizei wurde durch einen Zeugenhinweis alarmiert und fand das Opfer in der Wohnung vor.
Die 26-Jährige wurde umgehend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und musste dort notoperiertwerden. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden bestand akute Lebensgefahr.
Festnahme im Ausland – Auslieferung nach Deutschland
Der Tatverdächtige konnte zunächst fliehen. Anfang Juni 2025 wurde er aufgrund eines Europäischen Haftbefehls des Amtsgerichts Trier in den Niederlande festgenommen. Am 26. August 2025 erfolgte die Auslieferung nach Deutschland.
Seitdem befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Zur Sache selbst hat er sich bislang nicht geäußert.
Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke aus
Da der Angriff nach bisherigen Erkenntnissen überraschend und ohne Vorwarnung erfolgt sein soll, geht die Staatsanwaltschaft von einer heimtückischen Begehungsweise aus. Aus diesem Grund wurde Anklage wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung erhoben.
Prozess startet im Februar
Das Landgericht Trier hat den Beginn der Hauptverhandlung auf den 10. Februar 2026 terminiert. Weitere Fortsetzungstermine sind bereits angesetzt.

















