TRIER – Die Staatsanwaltschaft Trier führt nach Informationen des SWR ein Ermittlungsverfahren gegen den russischen Oligarchen Boris Rotenberg.
Ursprung der Auseinandersetzung ist eine gescheiterte Kooperation zur Wiederbelebung der niederländischen Sportwagenmarke Spyker, für die auch ein Standort in Longuich geplant war.
Standort in Longuich geplant
Rotenberg, ein langjähriger Weggefährte des russischen Präsidenten, steht seit 2022 auf der EU-Sanktionsliste. Dies erschwerte die Abwicklung der gemeinsamen Geschäfte massiv und führte schließlich zum Bruch zwischen Rotenberg und seinem Trierer Partner Michail Pessis.
Internationale Rechtskonflikte und gegenseitige Vorwürfe
Der Konflikt hat mittlerweile eine internationale Dimension erreicht, da auch die russische Justiz gegen den in Trier ansässigen Pessis wegen mutmaßlichen Betrugs ermittelt.
Gegenüber dem SWR bestreitet Pessis diese Vorwürfe und bezeichnet sie als politisch motiviert. Während ein Moskauer Gericht Haftbefehl gegen ihn erließ, fordert Pessis seinerseits über 40 Millionen Euro von Rotenberg ein. Die Staatsanwaltschaft Trier bestätigte dem SWR zudem, dass auch gegen einen „privaten Geschäftsmann“ Anzeigen wegen finanzieller Streitigkeiten vorliegen.















