Fuchsjagd in Bitburg in der Kritik: PETA fordert gesetzliches Verbot

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Foto: dpa / Symbolbild

BITBURG – Der Hegering Bitburg bereitet sich aktuell auf die jährliche „Fuchsjagdwoche“ vor, die Ende Januar beginnen soll. Diese traditionelle Maßnahme zur Regulation der Bestände stößt jedoch teilweise auf massiven Widerstand.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat sich nun mit einer scharfen Rüge an die Öffentlichkeit gewandt. Sie stellt die rechtliche und ökologische Notwendigkeit dieser flächendeckenden Jagd infrage und fordert eine Anpassung des Landesjagdgesetzes.

Ökologische Notwendigkeit oder Hobby-Jagd?

Im Zentrum des Konflikts steht die Frage nach dem „vernünftigen Grund“, den das Tierschutzgesetz für das Töten von Tieren vorschreibt. Während Jäger den Gesundheitsschutz anführen, verweist PETA auf den Status Deutschlands als tollwutfreies Land seit 2008. Die Organisation argumentiert, dass Füchse als Beutegreifer eine wichtige Rolle im Naturkreislauf spielen. Sie würden sich überwiegend von Mäusen ernähren und Krankheitsherde durch das Erbeuten schwacher Tiere eliminieren.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Forderungen

PETA untermauert ihre Forderung mit dem Beispiel Luxemburg. Dort reguliert sich die Fuchspopulation seit dem Jagdverbot im Jahr 2015 ohne negative Folgen für die Artenvielfalt selbst. Laut der Organisation gleichen Füchse Verluste durch höhere Geburtenraten aus.

Ein Jagdstopp würde daher zu stabileren Sozialgefügen führen. Die Tierrechtler fordern nun die rheinland-pfälzische Landespolitik auf, dem Beispiel des Nachbarlandes zu folgen und Beutegreifer konsequent unter Schutz zu stellen.

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