TRIER – Am Freitag, 16.01.2026, um 10 Uhr überreichten Frau Jennifer Schöpf-Holweck (IHK), Herr Axel Bettendorf (HWK) und Frau Reinhilde Willems (Agentur für Arbeit) den Zukunftstrefferpreis 2025 Herrn Markus Mittal (HR) von der Firma Borne in Trier.
In diesem feierlichen Rahmen wurde zugleich die Arbeitsmarktbilanz 2025 der Großregion Trier vorgestellt.
An der Preisübergabe nahm auch Alfons Krämer, langjähriger Ansprechpartner der Agentur für Arbeit für die Firma Borne, teil, der das Unternehmen über viele Jahre hinweg begleitet und in seiner Personal- und Qualifizierungsentwicklung unterstützt hat.
Arbeitsmarkt 2025: Stabil mit hoher Dynamik
Reinhilde Willems, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Trier, betont:„erste leichte Verunsicherungen im globalen Umfeld zeigen sich nur minimal. Insgesamt bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften ungebrochen.“
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt bei rund 179.000 und damit lediglich 0,2 Prozent unter dem Vorjahr – ein klares Signal für Stabilität. Viele Betriebe melden weiterhin hohe Personalbedarfe, insbesondere im Handwerk, wo Fachkräfte dringend fehlen.
Die Arbeitslosenquote verharrt mit 4,4 Prozent auf Vorjahresniveau. Zwar ist die Arbeitslosigkeit bei Männern leicht gestiegen, jedoch ist gleichzeitig die Langzeitarbeitslosigkeit gesunken. Auffällig ist, dass Zuwächse ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung auftreten, während die Grundsicherung stabil bleibt – ein Zeichen für anhaltende Bewegung im Arbeitsmarkt.
Regional zeigt sich: Während Eifelkreis Bitburg-Prüm und Bernkastel-Wittlich etwas höhere saisonale Effekte verzeichnen, bleiben die konjunkturell sensiblen Regionen Trier Stadt und Landkreis Trier-Saarburg stabil auf Vorjahresniveau.
Auch bei den gemeldeten Arbeitsstellen verzeichnet die Agentur einen Zuwachs. Kurzarbeit bleibt auf niedrigem Niveau, Insolvenzgeld wird nur in geringem Umfang nachgefragt.
Gewerbliche Wirtschaft: Vorsicht trotz Fachkräftemangel
Jennifer Schöpf-Holweck und Axel Bettendorf ergänzten:
Trotz anhaltendem Fachkräftemangel agieren viele Betriebe zurückhaltend bei Neueinstellungen. Hauptgründe sind wirtschaftspolitische Unsicherheiten sowie steigende Lohn- und Energiekosten. Besonders das verarbeitende Gewerbe leidet unter Auftragsrückgängen, niedrigen Auslastungsgraden und unsicheren Exportperspektiven. Die schwache Einstellungsdynamik wirkt sich auch auf die gewerbliche Ausbildung aus: Ende 2025 wurden bei der IHK Trier 6,3 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge als im Vorjahr registriert.
Ausbildungsverträge
Im Handwerk wurde 2025 in Bezug auf die Ausbildungsverträge nahezu eine Punktlandung +0,1% gegenüber dem Jahr 2024 erreicht. Hinsichtlich der Konjunkturerwartung wird das Handwerk stark von den Investitionen in die Infrastruktur profitieren, die im Jahre 2026 anlaufen werden. Dadurch wird die Stimmung hier etwas optimistischer gesehen im Vergleich zur gewerblichen Wirtschaft.
Die Wirtschaft fordert von den politischen Entscheidungsträgern verlässliche Rahmenbedingungen, ein wettbewerbsfähiges Niveau bei Energie- und Lohnkosten sowie eine Reform der Bildungspolitik, um Schulabgänger besser auf den Übergang in die Ausbildung und das Berufsleben. Besonders gefragt bei den Unternehmen in der Region sind gut qualifizierte Fachkräfte mit abgeschossener dualer Ausbildung und zertifizierter Aufstiegsfortbildung.
Zukunftstrefferpreis 2025: Auszeichnung für gelebte Weiterbildungskultur
Mit dem Zukunftstrefferpreis werden Unternehmen ausgezeichnet, die Weiterbildung als strategische Zukunftsaufgabe verstehen. Der Preisträger Borne steht beispielhaft für dieses Selbstverständnis.
Warum Firma Borne?
Die Jury würdigt insbesondere:
- Kontinuierliche Weiterbildung der Beschäftigten
- Vorbildliches Engagement für Jugendliche sowie Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund
- Überdurchschnittliche soziale Verantwortung, u. a. durch Bereitstellung von Wohnraum für Geflüchtete
- Aktive Nutzung des Qualifizierungschancengesetzes (QCG) zur gezielten Personalentwicklung
Die Vorschläge für die Auszeichnung stammen aus dem Kreis der zuständigen Vermittlungsfachkräfte.
Zukunft des Preises
Ab 2026 wird der Preis gemeinsam mit den Netzwerkpartnern weiterentwickelt. Ziel sind Kriterien, die den steigenden Anforderungen im Weiterbildungssektor gerecht werden und Unternehmen Orientierung bieten. Die neuen Kriterien werden nach Erstellung veröffentlicht und machen den Zukunftstreffer zu einem wichtigen Impulsgeber für die Weiterbildungskultur der Region.
Fazit:
Die Firma Borne verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und nachhaltiger Personalentwicklung – und steht damit beispielhaft für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Trier.

















