DAUN. „Mit dieser Interims-Notaufnahme schaffen wir die nötigen Übergangsstrukturen, um dem hohen Patientenaufkommen in der Region gerecht zu werden“, betonte Nicole Steingaß, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit, bei der Übergabe des Förderbescheids an Oliver Zimmer, den Geschäftsführer des Klinikums Maria Hilf.
„Das Maria-Hilf-Krankenhaus ist ein überaus wichtiger Versorger der Eifelregion. Gerade deshalb ist es uns wichtig, mit dieser Förderung als starker Partner an der Seite des Krankenhauses zu stehen, um die medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Räumen weiter zu verbessern und auszubauen.“ Das Patientenaufkommen in Daun ist seit Ende der Corona-Pandemie deutlich gestiegen, so dass die bestehende zentrale Notaufnahme zunehmend an ihre räumlichen Kapazitätsgrenzen stößt. Um dem kurzfristig zu begegnen, wird die interimistische Zentrale Notaufnahme (ZNA) mit den nun bereit gestellten Fördermitteln eingerichtet. Sie wird durch ausreichende Raumkapazitäten die Möglichkeit bieten, für mindestens sechs Notfallpatientinnen und -patienten Überwachungsplätze bereitzustellen. Damit unterstützt die ZNA die Versorgung von Abklärungspatienten im Übergang zwischen ambulanter und stationärer Behandlung. Langfristig ist zudem eine Erweiterung der Notaufnahme geplant.
„Wir freuen uns, dass das Land Rheinland-Pfalz mit der Förderung der Maßnahme die außerordentlich dynamische und verantwortungsvolle Entwicklung des Krankenhaus Maria Hilf weiterhin unterstützt. Als zentraler Regelversorger zwischen Trier und Koblenz stellen wir uns den besonderen Herausforderungen der Notfallversorgung im ländlichen Raum, die für die Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung ist. Die neuen Räumlichkeiten und Ausstattungen bieten zudem für unser engagiertes Personal deutlich bessere Arbeitsbedingungen und sichern damit auch die hohe Zufriedenheit und die Attraktivität unserer Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Durch die räumliche Integration der Ärztlichen Bereitschaftsdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung in der neuen Notaufnahme schaffen wir zudem kurze Wege, klare Abläufe und reduzieren beispielhaft vermeidbare Schnittstellen – zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Wir wollen mit unserem Standort in Daun weiterhin den Beweis antreten, dass ländliche Versorgung, moderne Notfallmedizin und Fachklinikstatus (wie z.B. im etablierten Orthopädischen Zentrum) Hand in Hand gelingen und damit auch nachhaltig zur positiven Standortsicherung und Entwicklung beitragen“, erklärte Oliver Zimmer.
Die Förderung der Interims-Notaufnahme ist Teil des Krankenhausinvestitionsprogramms 2025.Im Rahmen der dualen Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland sind die Krankenkassen für die Finanzierung der Betriebskosten und die Länder für die Finanzierung der Investitionen zuständig. Dem wird Rheinland-Pfalz seit Jahren gerecht. „Dank der Unterstützung durch den Transformationsfonds und entsprechende Bundesmittel können wir die Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser ab 2026 von 161,3 auf 335,4 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Damit treiben wir die Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft im Land entscheidend voran und stellen auch weiterhin eine hochwertige gesundheitliche Versorgung sicher“, so Steingaß.
Darüber hinaus wurde Mitte Dezember im rheinland-pfälzischen Landtag das Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ vorgestellt. Zur Stärkung der medizinischen Versorgung und für Investitionen in Krankenhäuser sieht das Sondervermögen einen Gesamtbetrag von 133,7 Millionen Euro über zwölf Jahre vor. Die Mittel sollen klassische Krankenhausinvestitionen, ein Investitionsprogramm für Klima- und Hitzeschutz, Energie- und Innovationsmaßnahmen sowie die Erstausstattung der geplanten Regiokliniken unterstützen. Vorgesehene Maßnahmen sind unter anderem energetische Optimierungen wie Dämmungen, Photovoltaikanlagen oder die Nutzung von Geothermie. (Quelle: Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz)










