Val di Fiemme/Manderscheid. Mit einer Leistung, die selbst Experten überraschte, hat Jan Stölben aus Manderscheid beim Klassiksprint der Tour de Ski in Val di Fiemme für Aufsehen gesorgt. Der 24-Jährige aus Manderscheid in der Eifel qualifizierte sich erstmals in seiner Karriere für ein Weltcup-Finale – und sicherte sich damit zugleich das Ticket für die Olympischen Spiele.
Mutige All-in-Strategie wird belohnt
Stölben hatte sich zunächst nur als Zweiter der sogenannten Lucky-Loser-Wertung für das Halbfinale qualifiziert. Dort zeigte der Rheinland-Pfälzer jedoch ein couragiertes Rennen, ging früh volles Tempo und wurde für seinen Mut belohnt: Der Einzug in den Final-Heat war perfekt. Erst dort musste er der internationalen Spitzenklasse Tribut zollen und lief als letzter Finalist mit rund elf Sekunden Rückstand ins Ziel.
Der Sieg ging einmal mehr an den dominanten Norweger Johannes Høsflot Klaebo, vor dem Franzosen Jules Chappaz und dem Schweden Anton Grahn.
Bundestrainer lobt Entwicklung des Eifel-Athleten
Trotz des letzten Platzes im Finale überwog bei Stölben die Freude. „Das Beste war, wie er gelaufen ist. Er macht wöchentlich Riesenschritte“, lobte Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF. Für den Athleten aus Manderscheid ist es der bislang größte Erfolg seiner Laufbahn – sportlich wie persönlich.
Stölben war zudem der einzige deutsche Starter, der sich in Val di Fiemme überhaupt für die Finalrunde qualifizieren konnte. Für die übrigen DSV-Athleten endete der Wettkampf bereits in der Qualifikation.
Deutsches Frauen-Team früh ausgeschieden
Bei den Frauen gewann die Finnin Jasmi Joensuu vor Nadine Fähndrich und Johanna Hagström. Aus deutscher Sicht konnte sich lediglich Sofie Krehl für die Viertelfinals qualifizieren, schied dort jedoch aus. Weitere DSV-Athletinnen verpassten die Qualifikation oder verzichteten aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start.
Olympische Perspektive für Manderscheid
Für Jan Stölben ist der Auftritt in Italien mehr als nur ein Achtungserfolg: Mit dem Finaleinzug löste er offiziell das Olympiaticket. Der Athlet aus der Eifel empfiehlt sich damit nachhaltig für die internationale Spitze – und sorgt dafür, dass der Name Manderscheid künftig auch im Weltcup-Langlauf häufiger fällt.
Quelle: sportschau.de













