Nürburgring. Glatte Straßen rund um den Nürburgring haben am vergangenen Freitagabend zahlreiche Autofahrer zu riskanten Driftmanövern verleitet. Wie der SWR berichtet, nutzten vor allem junge Fahrer die winterlichen Straßenverhältnisse im Bereich der Hohen Acht sowie vor dem ring°boulevard, um ihre Fahrzeuge absichtlich ins Schleudern zu bringen. Die Polizei spricht von einem gefährlichen Trend – mit konkreten Folgen.
Drei Unfälle nach Driftmanövern
Bei mehreren dieser riskanten Fahrversuche kam es laut Polizei zu Verkehrsunfällen. In drei Fällen verloren Fahrer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und verursachten Unfälle. Besonders brisant: Alle drei Unfallverursacher flüchteten zunächst von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.
Beim sogenannten Driften wird das Fahrzeug bewusst übersteuert, sodass die Hinterräder die Haftung verlieren und das Auto quer zur Fahrbahn rutscht – ein Manöver, das im Motorsport auf abgesperrten Strecken erlaubt ist, auf öffentlichen Straßen jedoch erhebliche Gefahren birgt.
Kennzeichen führt Polizei zu 19-Jährigem
Die Polizei konnte die mutmaßlichen Unfallverursacher nach eigenen Angaben jedoch schnell ermitteln. Wie der SWR weiter berichtet, blieb an einer Unfallstelle ein Kennzeichen zurück, das die Ermittler zu einem 19-jährigen Fahrer aus dem Raum Bonn führte. Auch die beiden anderen Fahrer konnten durch gezielte Kontrollmaßnahmen identifiziert werden.
Gegen alle drei wird nun unter anderem wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Zudem drohen weitere straf- und verkehrsrechtliche Konsequenzen – bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis.
Polizei greift durch: Platzverweise und Kontrollen
Die Polizei war am Freitagabend bis tief in die Nacht im Einsatz, um die Situation rund um den Nürburgring unter Kontrolle zu bringen. Neben umfangreichen Kontrollen wurden zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Die Beamten kündigten an, auch künftig konsequent gegen illegale Driftaktionen vorzugehen.
Zwar ist Driften als solches keine eigenständige Ordnungswidrigkeit, auf öffentlichen Straßen kann es jedoch zu Bußgeldern, Strafanzeigen und Führerscheinmaßnahmen kommen – insbesondere dann, wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.













