RLP: Muslimische Jugendliche beim Neujahrsputz — politisches Zeichen nach Stadtbild-Debatte

Die Aktion gibt es schon seit 30 Jahren. Nach der Böllerei räumen junge Muslime auf. Diesmal auch mit einem politischen Zeichen.

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Junge Menschen sammeln Böllermüll. Foto: Andreas Arnold/dpa

MAINZ. Nach der Böllerei in der Silvesternacht haben sich in Rheinland-Pfalz Dutzende muslimische Jugendliche für ein schöneres Stadtbild am traditionellen Neujahrsputz beteiligt. Mit Mülltüten sammelten sie nach Angaben des Verbandes Ahmadiyya Muslim Jamaat Überreste von Böllern und Raketen ein.

So seien in Mainz rund 60 und in Frankenthal rund 30 Menschen an der Aktion beteiligt gewesen. Hinter der Aktion steht der Verband Ahmadiyya Muslim Jamaat und dessen Jugendverband, die das Streben nach Frieden und soziales Engagement in den Mittelpunkt stellen. Der Ahmadiyya-Jugend gehören dem Verband zufolge bundesweit etwa 20.000 junge Leute an. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim bundesweiten Neujahrsputz sei mit 10.000 seit Jahren in etwa gleich.

Die Aktion sollte dem Verband zufolge bundesweit in etwa 240 Städten laufen, darunter auch in Frankfurt. Den Neujahrsputz gibt es demzufolge schon seit 30 Jahren.

In diesem Jahr gab es eine neue Dynamik: Vor dem Hintergrund der von Kanzler Friedrich Merz angestoßenen sogenannten Stadtbild-Debatte wollten die Organisatoren ein politisches Zeichen setzen. Muslime würden nur noch als Problemgruppe identifiziert. Das sei im Wahlkampf so gewesen und zuletzt in der Stadtbild-Debatte nach einer kritischen Äußerung von Merz. (Quelle: dpa)

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