Trier-Euren. Glatter Asphalt, neue Gehwege, moderne Beleuchtung und frisch gepflanzte Bäume: Die Eisenbahnstraße im Trierer Stadtteil Euren ist nach umfangreichen Bauarbeiten wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Freigabe erfolgte bereits am vergangenen Freitag – rund eineinhalb Monate früher als ursprünglich geplant.
Bauarbeiten früher abgeschlossen als vorgesehen
Die Sanierung der rund 300 Meter langen Eisenbahnstraße begann im August 2024. Ziel war es, die stark beschädigte Fahrbahn grundlegend zu erneuern und gleichzeitig die Gehwege aufzuwerten. Neben der neuen Asphaltdecke wurden breite Gehwege mit Pflasterbelag angelegt, Parkbuchten geschaffen und moderne LED-Straßenlaternen installiert. Auch die Begrünung spielte eine Rolle: Entlang der Straße wurden neue Bäume gepflanzt.
Mehrere Sperrungen durch parallele Großprojekte
Trotz des früheren Abschlusses war die Bauphase für viele Anwohnerinnen und Anwohner mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Hintergrund war die zeitliche Überschneidung mehrerer Großprojekte: Neben den städtischen Straßenbauarbeiten liefen der Austausch der Schrankentechnik am Bahnübergang sowie der Bau des neuen Bahnhaltepunkts Euren.
In der Folge musste die Eisenbahnstraße mehrfach vollständig gesperrt werden. Während der übrigen Bauzeit galt eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Luxemburger Straße.
Baudezernent Thilo Becker und Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz dankten bei der Verkehrsfreigabe insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld. Viele Grundstücke seien zeitweise nur eingeschränkt oder gar nicht erreichbar gewesen.
2,7 Millionen Euro Investitionsvolumen
Insgesamt investierten Stadt und Land rund 2,7 Millionen Euro in den Ausbau der Eisenbahnstraße sowie in die Herrichtung des Fußwegs zur Reulandstraße. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligte sich mit einem Zuschuss in Höhe von 700.000 Euro.
Da es sich bei der Eisenbahnstraße um eine Kreisstraße handelt, ist die Stadt gesetzlich verpflichtet, sogenannte wiederkehrende Ausbaubeiträge zu erheben. Diese werden auf alle Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer im Stadtteil Euren umgelegt, beziehen sich jedoch ausschließlich auf die Kosten für den Bau der Gehwege.
Bauarbeiten im Stadtteil dauern weiter an
Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten im Umfeld noch nicht: In der Nebenstraße Im Spilles laufen weiterhin Bauarbeiten. Dort wird der verkehrsberuhigte Ausbau voraussichtlich bis zum Frühjahr 2026 fortgesetzt.

















dass bedeutet die 2 Mio Euro werden auf die Grundstücksbesitzer umgelegt?
Wer hat diese gefragt, ob sie diese Investition mittragen wollen?
Warum werden so breite fusswege angelegt?
bekommt man als Betroffender die Ausschreibung und das Angebot der ausführenden Firma zu sehen oder soll man die Rechnung einfach nir schlucken…
300 Meter 2,7 Mio Euro…
sag mal geht’s noch!!
@ T.herz
Fragen über Fragen. Eine weitere Frage: wie kann es denn sein dass trotz weltweit höchster Steuerlast kein Geld für die Grundaufgaben des Staates wie Strassen, Brücken u.s.w. da ist? Kann es sein dass dieses Geld bei anderen Personen landet?
Was passiert wenn die betroffenen Hausbesitzer die Zahlung nicht leisten können? Wird es dann noch sein Haus bleiben ???
Kann es sein dass wir hier in einer Illusion leben ???
[ Ihr werdet nichts besitzen aber trotzdem glücklich sein ….]
Die Angelegenheit ist noch lustiger. Ich habe von ein paar Tagen ein Gespräch mit einem der zahlungspflichtigen Betroffenen geführt. Vorab: ein gut situierter Betroffener.
Er erzählte mir dass es da eine andere Betroffene gibt, die urspünglich aus Osteuropa stammt und Zitat „durchdreht“. Was hat sie gemacht? Die Frau hat doch tatsächlich versucht die Betroffenen zu einen und sich koordiniert gegen diese Zahlung zu wehren. Das wurde dann als irre,sinnlos,hoffnungslos u.s.w. klassifiziert.
Ich habe dann nachgefragt ob er selbst es als richtig ansieht, dass man ihm trotz massiver Steuerbelastung diese Elementaraufgaben des Staates in Rechnung stellt, während sonst das Steuergeld in alle Welt verballert wird. Das fand er nicht okay, aber man kann ja nichts machen … Alleine den Versuch sich zu wehren finder er grenzwertig, meine Fragen an ihn auch.
Das Beispiel beleuchtet sehr anschaulich was im Lande schiefläuft.
Ich habe gelesen, dass die Berechnung anders geht:
https://www.volksfreund.de/region/trier-trierer-land/strassenbaubeitraege-in-trier-alle-sollen-zahlen_aid-63363015
9000€ / Meter… wie rechtfertigt man so etwas?
die Rechnung bzw Aufstellung würde mich auch brennend interessieren…
wird sowas eigentlich noch überprüft oder macht Herr Becker das gleiche wie Herr Leibe und winkt nur durch…
2.700.000 – wie viele Nachträge wurde hier erstellt und durch gewunken?
in welcher Höhe war das Angebot der Firma Köhler?
Wie hatt mei Papp schon imma gesoat: „Aus anner Leits Leder es gut Riemen schneiden.“
300 Meter, 2.7 Mio €, hui, die Straßen in Trier müssen ja Milliarden Wert sein.
Und immerhin, nur 1 Jahr und 3 Monate für gewaltige 300 Meter. Wir sind wirklich erledigt.
ist die Straße mit Blattgold verziert?
oder mal wieder ein sehr billiges Angebot bekommen, was dann nach Auftragserteilung nicht eingehalten werden konnte? Wie kann man so lange für die paar Meter brauchen?
Ein Unverständnis – aber so lange Firmen nicht in Regress gezogen werden, wenn sie mit den Kosten maßlos übertreiben oder gefühlt nur 10 Mitarbeiter, aber 100 Baustellen haben und sich dadurch alles verzögert und der Staat oder die Stadt das so hinnimmt, wird sich nichts ändern.
Gleiches Beispiel am Balduinsbrunnen – wenn man zu normalen Zeiten an Werktagen vorbeifährt, ist nie jmd auf der Baustelle zu sehen … wie kann das sein, während die Stadt an der Stelle im Verkehrschaos versinkt?
die Grünen haben im Landtag in Mainz gegen die Anlieger Ausbaubeiträge gestimmt. Im Trierer Stadtrat allerdings dafür…..In Rheinland Pfalz ist vieles anders. Auch versucht man hier mit aller Gewalt eine Zwangspflegekammer für Pflegeberufler einzuführen…..Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.
Die Anwohnergemeinschaft sollte ne Maut verlangen. Bei diesen Kosten gehört die Strasse nicht der Stadt, sondern den Anwohnern
Falls Sie es richtig gelesen haben, wird die Straße nicht von der Anwohnergemeinschaft (wie Sie es nennen) bezahlt, sondern NUR der Bürgersteig. Wenn Sie also Maut verlangen, dann von den Fußgängern.
die Bürgersteige sind fast doppelt so breit wie die Strasse an sich..
das reicht doch auch schon.