Wirtschaft: Firmenpleiten steigen in Rheinland-Pfalz und Saarland weiter an!

3
Symbolbild; dpa

Mainz/Saarbrücken. Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt: Sowohl in Rheinland-Pfalz als auch im Saarland steigt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025 weiter an. Das geht aus aktuellen Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervor. Bundesweit steuern die Firmenpleiten auf den höchsten Stand seit über zehn Jahren zu.

Saarland liegt über dem Bundesschnitt

Im Saarland wurden 77 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen verzeichnet – ein erneuter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2024: 74). Damit liegt das Saarland leicht über dem bundesweiten Mittelwert von 76.

Mit diesem Wert rangiert das Bundesland auf Platz 6 im Ländervergleich der 16 Bundesländer.

Rheinland-Pfalz mit starkem Anstieg

In Rheinland-Pfalz liegt die Insolvenzquote zwar unter dem Bundesschnitt, dennoch zeigt die Entwicklung deutlich nach oben:

  • 69 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen

  • Vorjahr (2024): 59

Damit klettert Rheinland-Pfalz auf Platz 11 im Bundesvergleich.

Creditreform spricht von „einem belastenen Wirtschaftsumfeld, das insbesondere mittelständische Betriebe stark trifft“.

Bundesweit höchste Firmenpleiten seit 2014

Deutschlandweit rechnet Creditreform bis Jahresende mit 23.900 Unternehmensinsolvenzen – rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 2014.

Besonders betroffen:

  • Berlin: 130 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen (Spitzenwert)

  • Nordrhein-Westfalen: 100

  • Hamburg: 99

  • Bremen: 97

  • Hessen: 79

Die niedrigste Quote weist Thüringen mit 48 auf.

Warum gehen so viele Firmen pleite?

Laut Creditreform ist die Belastung für Unternehmen vielfältig. Die wichtigsten Faktoren:

🔹 Hohe Energiepreise

Viele Mittelständler können die Kostensteigerungen nicht mehr auffangen.

🔹 Bürokratie & steigende Auflagen

Verbände kritisieren seit Monaten einen zunehmenden Dokumentationsaufwand und langwierige Genehmigungsverfahren.

🔹 Zurückhaltende Konsumenten

Die Kaufkraft bleibt schwach – besonders der Einzelhandel meldet massive Rückgänge.

🔹 Internationale Unsicherheiten & Zollschranken

Exportorientierte Betriebe stehen unter Druck.

Auch wenn Ökonomen für 2026 eine leichte konjunkturelle Erholung erwarten, sieht Creditreform keine kurzfristige Trendwende bei den Insolvenzzahlen.

Fazit

Die Zahlen zeigen deutlich: Unternehmen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland stehen weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichen Druck. Zwar unterscheiden sich die Quoten zwischen den Regionen, doch der Trend ist eindeutig bundesweit spürbar. Ein nachhaltiger Rückgang der Insolvenzen bleibt vorerst unwahrscheinlich – auch wenn Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung besteht.

3 Kommentare

  1. Und da ist Greischbuddler wieder – mit seinem immergleichen Endzeit-Kalenderspruch.
    Langsam wirkt es, als würde er ihn nur noch reinkopieren, ohne überhaupt den Artikel zu lesen.
    Nur zur Beruhigung: Mir geht’s hervorragend, ich besitze noch alles, was ich brauche – und sogar eine eigene Meinung. Wie sieht’s bei dir aus, außer Copy-Paste?

  2. Leute, Ihr müsst nur weiter rot, grün oder schwarz wählen, bis es so richtig weh tut. Dann besteht auch wieder Hoffnung auf einen Wandel in RLP und Deutschland.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.