Kinheim/Hetzerath. In den Orten Kinheim und Hetzerath sind in den vergangenen Wochen mehrere Kinder und Jugendliche von unbekannten Männern angesprochen worden. Die Sätze klangen harmlos, zum Beispiel: „Soll ich dich ein Stück mitnehmen?“
Trotz der verständlichen Verunsicherung vieler Familien gibt die Polizei Entwarnung: Nach aktuellem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf Straftaten oder einen Zusammenhang zwischen den Fällen. Dennoch bittet sie dringend um zeitnahe Meldungen und weist auf wichtige Verhaltensregeln hin.
Mehrere Ansprechversuche – aber verschiedene Männer
In Hetzerath wurden am 24. September und 4. November zwei Kinder angesprochen. Die Polizei geht aufgrund der Beschreibungen von unterschiedlichen Personen aus. Ein Mann soll dunkel gekleidet gewesen sein und in einem weißen Lieferwagen gesessen haben. Ein anderer soll älter gewirkt und ein rotes Auto gefahren haben.
Auch in Kinheim gab es am 7. und 11. November zwei Situationen, in denen ein Mann ein Kind bzw. einen Jugendlichen ansprach. Auch hier geht die Polizei von zwei verschiedenen Personen aus. Die Hinweise beschreiben einen Mann mittleren Alters mit auffälliger Frisur und Brille sowie einen zweiten Mann um die 60, der mit einem weißen Geländewagen mit WIL-Kennzeichen unterwegs gewesen sein soll.
Keiner der Vorfälle deutet aktuell auf ein strafbares Verhalten hin. Die Polizei betont, dass bislang kein Versuch unzulässiger Einflussnahme, kein Festhalten, kein körperlicher Kontakt vorliegt – es handelt sich um reine Ansprechsituationen. Trotzdem nimmt die Polizei die Hinweise sehr ernst.
Polizei appelliert: Fälle sofort melden – nicht in sozialen Medien verbreiten
Die Polizei Trier macht deutlich, dass Hinweise zeitnah bei einer Dienststelle eingehen müssen, damit Ermittlungen unmittelbar anlaufen können. Späte Meldungen erschweren die Aufklärung erheblich. Gleichzeitig rät sie mit Nachdruck davon ab, ungeprüfte Informationen, Hörensagen oder Verdächtigungen in sozialen Netzwerken zu verbreiten – das kann Familien und Unbeteiligte unnötig verunsichern.
Was Eltern jetzt tun sollten
Damit Kinder in ähnlichen Situationen richtig reagieren können, empfiehlt die Polizei, im Familienalltag offen über solche Begegnungen zu sprechen. Kinder sollen Vertrauen haben, Erlebnisse sofort zu erzählen – auch wenn sie ihnen „komisch“ vorkommen oder wenn der Fremde behauptet, die Eltern hätten ihn geschickt.
Der Polizei ist wichtig, dabei nicht in Alarmismus zu verfallen. Kinder sollen wissen, dass sie im Notfall auch fremde Erwachsene um Hilfe bitten können. Es gehe darum, Sicherheit zu vermitteln – nicht Angst.
Polizei sucht Zeugen
Wer in den betroffenen Zeiträumen Beobachtungen in Kinheim oder Hetzerath gemacht hat, wird gebeten, sich direkt bei der zuständigen Polizeidienststelle zu melden. Jede Information kann helfen, die Situationen vollständig zu klären.















