Heftiger Erdblitz erschüttert Trier: „Wilder Hausrüttler“ mit 172.000 Ampere

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Blitze entladen sich aus einer Gewitterwolke. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Trier. Ein greller Lichtblitz, ein ohrenbetäubender Knall! Am gestrigen Dienstagabend (23. September) zog ein kleines Gewitter über Trier und Konz hinweg. Laut Blitzanalyse von Kachelmannwetter wurden dabei insgesamt zehn Blitze registriert. Neun davon waren schwach – doch ein einzelner Erdblitz in Trier-Euren hatte es in sich.

Erdblitz mit 172 Kiloampere

Um 19:24 Uhr schlug ein Blitz zwischen Euren und Zewen ein, der mit 172 Kiloampere (172.000 Ampere) gemessen wurde. Kachelmannwetter stuft solch seltene Extrem-Entladungen als „wilder Hausrüttler“ ein – die höchste Kategorie. Zum Vergleich: Eine gewöhnliche Steckdose liefert gerade einmal 16 Ampere.

Keine Schäden bekannt

Glücklicherweise sind bislang keine Schäden bekannt. Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass weder Einsätze noch Notrufe im Zusammenhang mit dem Erdblitz eingegangen seien.

Experteneinschätzung

Wetterexperte Dominik Jung ordnete das Phänomen bei Kachelmannwetter ein: „Solche extrem starken Blitze sind selten, aber nicht ungewöhnlich. Die meisten Blitze entladen sich innerhalb der Wolken. Nur ein kleiner Teil trifft tatsächlich die Erde.“ Dass es an diesem Abend nur zu einem einzigen starken Blitz kam, sei typisch für Gewitter ohne große Temperaturunterschiede.

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