SCHWEICH – Erstmals hat der Rotary Club Schweich Römische Weinstraße einen Schülerpreis für besondere Leistungen an Schülerinnen und Schüler in fünf Schulen im Stadtgebiet Schweich verliehen.
Die Auszeichnung würdigt junge Menschen, die sich durch herausragende Leistungen, soziales Engagement, kreative Ideen oder besondere Projekte hervorgetan haben. Der Preis ist mit einer entsprechenden Urkunde sowie einer Dotation von 250 Euro ausgestattet. Das Preisgeld stiften der Rotary Club mit 650 Euro, unterstützt von der Volksbank Trier-Eifel mit 350 und der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen mit 250 Euro. An fünf Schulen wurden unterschiedliche Talente und Beiträge gewürdigt.
Die Rotarierinnen und Rotarier wollen mit diesen Preisen ein sichtbares Zeichen der Anerkennung und Ermutigung setzen über Schulgrenzen und Notendurchschnitte hinaus. Der Preis wurde am Ende dieses Schuljahres verliehen und wird künftig jährlich bei der Schulabschluss-Feier des entsprechenden Jahrgangs oder für den Abschlussjahrgang der jeweiligen Schule vergeben. Die Kollegien der Schulen haben die Preisträger/innen in einer Konferenz ausgewählt und sie dem RC genannt. Den Preis initiiert hatte Pastpräsident Carl Löwen aus Leiwen nach dem Motto: „Bildung öffnet das Tor zur Welt. Ihr habt dieses Tor ein Stück weit geöffnet.“
Stefan-Andres-Gymnasium und Stefan-Andres-Realschule: Gedichte schreiben
Ungewöhnlich und überraschend waren die Themen der Preisträger/innen am Stephan-Andres-Gymnasium (SAG) und der Stefan-Andres-Realschule-Plus (SAR): Sie haben Gedichte geschrieben und trugen diese den rotarischen Gästen nacheinander vor. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich auseinander mit den Themen „Gedichte schreiben über die Probleme der Welt“ am Gymnasium sowie zum Thema „Gedichte zur Freundschaft und zum sozialen Miteinander“ an der Realschule Plus. In einer Zeit, in der Zusammenhalt wichtiger denn je ist, trafen ihre Texte einen besonderen Ton: Sie waren ehrlich, feinfühlig, manchmal nachdenklich, oft hoffnungsvoll.
Den Förderpreis von Rotary erhielten Yara Haupers, Johannes Kohl und Marius Roth aus den achten Klassen des SAG. Aus den siebten Klassen des SAR waren es Sana Hussainzada, Elias Kramer, Elisa Meyer und Damon Schleimer. Die Texte entstanden in einer Schreibwerkstatt unter Anleitung der Deutschlehrerinnen Nicole Werner-Berger und Andrea Holbach. Die drei besten Gedichte vom SAG hatten in einem rheinland-pfälzischen Lyrik-Wettbewerb „Gedichte zum Leben erweckt“ erste Preise gewonnen und werden demnächst an einem Bundeswettbewerb teilnehmen. Schulleiter Dominik Knobloch, der zweite Konrektor der Realschule Plus Guido Antony, die Deutschlehrerinnen Nicole Werner-Berger und Andrea Holbach sowie Karin Jücker vom Qualitätsmanagement organisierten die eindrucksvolle kleine Feier. Für die Sponsoren waren dieser ersten Preisvergabe dabei: Peter Michels von der Volksbank Trier Eifel und Nils Reh von der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen.
Empfangen wurden die rotarischen Gäste mit einer Überraschung: Schülerinnen und Schüler des SAG haben ein beeindruckendes Theaterstück über den Schriftsteller Stefan Andres entwickelt und vorgeführt. Der Schriftsteller hatte einen prägenden Teil seines Lebens in Schweich verbracht und später das beeindruckende Buch „Der Knabe im Brunnen“. über diese Zeit geschrieben. Das Stück enthielt eine biografische Szene seines Lebens, und zwar über den Umzug von Drohn nach Schweich, inszeniert mit viel Feingefühl, sprachlicher Ausdruckskraft und historischem Bewusstsein.
Levana-Förderschule-Schule Schweich
Ein ganz besonderer Moment war die Preisvergabe an die Schülerinnen und Schüler der Levana-Förderschule in Schweich. Alle Klassen wurden für ihre vielseitigen Projekte, ihre Kreativität, ihr Miteinander und ihren Gemeinschaftsgeist ausgezeichnet. Lebendig, herzlich und von echter Begeisterung getragen war die gemeinsame Feier in der Aula. Jede Klasse präsentierte ein Projekt, so etwa für Natur und Umwelt mit einem Sonnenblumen- sowie einem Hochbeet-Projekt. Leistungen, die im Alltag oft übersehen werden, doch das Schulleben bereichern. In einer bewegenden Feierstunde nahmen die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrern den Preis entgegen.
Meulenwaldschule
Die Meulenwaldschule hatte die Rotarier/innen zur Verabschiedung der Schüler/innen ins Forsthaus Trier-Quint eingeladen. Eine besondere Auszeichnung erhielt Schulsprecher Jason Traut, der sich mit großem Einsatz für die Anliegen seiner Mitschülerinnen und Mitschüler stark gemacht hat. Schulleiterin Karen Motsch bezeichnete ihn als engagiert, zuverlässig und mit einem feinen Gespür für Gemeinschaft. Er war für Schüler wie Lehrer verlässlich, klar und stets ansprechbar. Deshalb erhielt er den Förderpreis des Rotary Clubs Schweich Römische Weinstraße, den ihm Pastpräsident Carl Loewen in Form der Urkunde und des Geldpreises von 250 Euro überreichte.
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium
Am Sommerfest des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums im großen Kreis von Lehrern, Schülern und Eltern wurde der Rotary-Förderpreis für besondere Leistungen vergeben. Er ging an Linus Schneider, Jahrgangsstufe 11, für seine Arbeit „Der Versuch einer ‚Entgrenzung‘ – Luxemburg während des zweiten Weltkriegs“. Ein anspruchsvolles Thema, das er mit bemerkenswerter Tiefe bearbeitet und reflektiert hat. Der Preis wurde bereits in einem Wettbewerb ausgezeichnet. Die neue Präsidentin des RC, Vera Kölbel, überreicht ihm Preis und Urkunde. Sie informierte: „Mit dem Schülerpreis wollen wir Wertschätzung zeigen, Mut machen und junge Talente bestärken – für ihren Weg in die Zukunft und für die Gesellschaft, die sie mitgestalten.“
Die Schulleitungen aller beteiligten Schulen nahmen an der Preisverleihung teil und begrüßten die neue Auszeichnung ausdrücklich. Sie dankten dem Club für die Initiative und der Sparkasse sowie der Bank für ihre Unterstützung. Der Schülerpreis soll künftig jährlich verliehen werden und junge Menschen ermutigen, ihre Stärken zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen – für sich selbst und für andere. Er zeigt, dass Leistung viele Gesichter hat. Und dass es sich lohnt, genau hinzusehen – nicht nur auf Zeugnisse, sondern auch auf Einsatz, Fantasie und Menschlichkeit.















