Weniger Erstklässler in Trier: Einschulungszahlen 2025/26 sinken – Realschulen plus legen zu

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Symbolbild "Einschulung" - Foto: dpa

Trier Die Einschulungszahlen in Trier sinken weiter: Im Schuljahr 2025/26 verzeichnen die meisten Grund- und weiterführenden Schulen in der Stadt weniger neue Schülerinnen und Schüler als im Vorjahr. Besonders betroffen sind Grundschulen und Gymnasien – einzig die Realschulen plus melden steigende Anmeldezahlen.

930 neue Grundschulkinder – Rückgang um fünf Prozent

Wie das Amt für Schulverwaltung und Sport mitteilt, werden 930 Kinder zum Schuljahr 2025/26 an einer der Trierer Grundschulen eingeschult. Im Vorjahr waren es noch 977 – das entspricht einem Rückgang von rund 4,8 %.

Spitzenreiter bei den Anmeldungen:

  • Grundschule Feyen: 74 neue Kinder

  • Grundschule Tarforst: 62 neue Kinder

Beide Schulen liegen in Stadtteilen mit besonders vielen jungen Familien – und zeigen, dass der Rückgang nicht alle Schulen gleichermaßen trifft.

Gymnasien und IGS ebenfalls betroffen

Auch beim Übergang in die weiterführenden Schulen zeigt sich ein negativer Trend. Insgesamt wechseln 792 Viertklässler auf ein Gymnasium oder eine Integrierte Gesamtschule (IGS) – das sind 46 weniger als im Vorjahr (838).

Die beliebtesten Schulen im Überblick:

  • Auguste-Viktoria-Gymnasium (AVG): 121 Anmeldungen

  • FWG (Friedrich-Wilhelm-Gymnasium): 120

  • HGT (Humboldt-Gymnasium): 120

  • Max-Planck-Gymnasium (MPG): 118

  • IGS Trier: 112

Trotz rückläufiger Gesamtzahlen bleibt die Nachfrage nach den großen Gymnasien der Stadt hoch.

Realschulen plus mit leichtem Zuwachs

Ein positiver Trend zeichnet sich hingegen bei den Realschulen plus ab. Hier steigen die Anmeldezahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht an.

Stärkste Neuzugänge:

  • Blandine-Merten-Schule: 96

  • St. Maximin: 75

  • Kurfürst-Balduin-Schule: 74

  • Moseltalschule: 72

Diese Entwicklung könnte auf veränderte Bildungsentscheidungen von Familien oder ein wachsendes Vertrauen in praxisorientierte Schulformen hinweisen.

Förderschulen: Zahlen stabil auf niedrigem Niveau

Die Förderschulen in Trier bleiben bei den Neuanmeldungen auf gewohnt niedrigem Niveau – was dem individuellen Charakter und der besonderen Struktur dieser Einrichtungen entspricht.

Größte Einrichtungen:

  • Medard-Schule: 32 Anmeldungen

  • Porta-Nigra-Schule: 12 Anmeldungen

Ausblick: Kaum noch Änderungen erwartet

Die Daten basieren auf dem Stichtag 27. Juni 2025. Bis zum offiziellen Schulbeginn im August rechnet die Stadt nur noch mit geringen Veränderungen. Die endgültigen Zahlen werden im Herbst veröffentlicht.

Fazit: Demografischer Wandel spürbar – Schulen müssen sich anpassen

Der Rückgang bei Einschulungen zeigt: Der demografische Wandel macht sich auch in Trier bemerkbar. Während klassische Schulformen wie Gymnasien leicht verlieren, gewinnen praxisorientierte Alternativen wie Realschulen plus an Attraktivität.

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