Im Grab vereint: Letzte Ruhe für Mensch und Tier – Tiere müssen eingeäschert werden

Ludwigshafen nimmt Rücksicht auf die tiefe Bindung zwischen Haltern und Haustieren. Dafür öffnet die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz nun ihren Hauptfriedhof für neue Formen der Bestattung.

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Wie hier in Ohlsdorf sind gemeinsame Bestattungen von Mensch und Tier jetzt auch in Ludwigshafen möglich. Foto: Axel Heimken/dpa/Symbolbild

LUDWIGSAHFEN. Wer sich im Leben nicht von seinem Haustier trennen wollte, muss es auch im Tod nicht mehr: Zunächst nur auf dem Hauptfriedhof erlaubt Ludwigshafen künftig gemeinsame Bestattungen von Mensch und Tier – allerdings nur für eingeäscherte Tiere, wie die städtische Bereichsleiterin Gabriele Bindert mitteilt.

Die entsprechende Änderung der Friedhofssatzung hat der Rat der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz unlängst beschlossen. Die Tiere müssen in einem Tierkrematorium eingeäschert worden sein. Die Beisetzung erfolgt in biologisch abbaubaren Aschekapseln. Dabei müssen Mensch und Tier nicht gleichzeitig bestattet werden. Das Tier kann auch früher ins Grab gelegt werden – rückgängig machen lässt sich dies dann aber nicht mehr.

Die Kommune rechnet mit wachsendem Interesse. Immer mehr Menschen lebten allein, viele hätten ein Tier als Lebenspartner. Wiederholt sei gefragt worden, ob eine solche Bestattung möglich sei.

Neben den Mensch-Tier-Gräbern führt die Stadt ebenfalls auf dem Hauptfriedhof zwei weitere Bestattungsformen ein: eine Urnengemeinschaftsanlage an einer historischen Mauer und sogenannte Kräuterrasengräber ohne viel Pflegeaufwand. (Quelle: dpa)

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