Vogel-Monitoring in RLP: Genauer Blick auf gefiederte Bewohner und Gäste

Welche Vögel leben in Rheinland-Pfalz, welche ziehen durch, wie entwickeln sich ihre Bestände? All diesen Fragen widmet sich ein neu konzipiertes umfassendes Monitoring - mit einem klaren Ziel.

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Auch um ihn geht es: den Drosselrohrsänger. Foto: Patrick Pleul / dpa / Archiv

GERMERSHEIM/MAINZ. Was piept, singt und fliegt in Rheinland-Pfalz? Zunächst als räumlich begrenztes Pilotprojekt läuft im Land ein neu konzipiertes Vogelmonitoring an. Ziel ist es, mehr über die Vogelbestände zu lernen – also über Brut-, Rast- und Zugvögel. Wie ändert sich deren Verhalten und wie können sie möglicherweise besser geschützt werden?

Los geht es mit jährlichen Zählungen und Beobachtungen zunächst in zehn der insgesamt 57 Vogelschutzgebiete im Bundesland – zunächst zwei Jahre lang. Danach soll das Verfahren in all diesen Gebieten angewandt werden. Die Vogelschutzgebiete machen 12,2 Prozent der Landesfläche aus.

Auftakt am Altrhein mit Ministerin Eder

Von Anfang an dabei ist das Vogelschutzgebiet «Rußheimer Altrhein» in der Nähe von Germersheim im Süden. Dort wird sich Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) am Mittwoch ein Bild davon machen. Es ist Lebensraum etwa für Beutelmeisen, Blaukehlchen, Drosselrohrsänger, Purpurreiher, Wasserrallen und Zwergdommeln.

Koordiniert wird das Monitoring von der staatlichen Vogelschutzwarte im Landesamt für Umwelt, die Umsetzung übernehmen beauftragte Fachbüros. Es geht laut Umweltministerium darum, Populationen einzelner Schutzgebiete möglichst genau zu ermitteln und auf Sicht langfristige Datenreihen zu bekommen.

Einige Fragen: Ändern sich Flugrouten von Vögeln? Siedeln sich neue Arten an oder werden heimische immer seltener? Und lassen sich mit Hilfe der Vogelbestände Rückschlüsse auf die Entwicklung von Insekten ziehen?

Das Monitoring geschieht vor dem Hintergrund, dass die EU-Mitgliedsstaaten alle sechs Jahre in ihren Vogelschutzgebieten Vögel zählen und die Ergebnisse an die EU melden müssen – in Deutschland geschieht das über das Bundesamt für Naturschutz. (Quelle: dpa)

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