RLP: Neuer Bildungsminister will kein allgemeines Handyverbot an Schulen

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Der neue Bildungsminister Sven Teuber (SPD) ist gegen ein allgemeines Handyverbot. Foto: Andreas Arnold/dpa

MAINZ. Der Deutsch- und Soziallehrer Sven Teuber ist neuer Bildungsminister in Rheinland-Pfalz. Der 42 Jahre alte SPD-Landtagsabgeordnete folgt auf Stefanie Hubig (SPD), die nach neun Jahren als Bundesjustizministerin nach Berlin gewechselt ist. 

In einer von der oppositionellen CDU angestoßenen Landtagsdebatte über ein Handyverbot an Schulen sprach sich der Bildungspolitiker wenige Stunden nach seiner Vereidigung dafür aus, gemeinsam mit Schülern und Lehrern vor Ort Regeln zu erarbeiten. Schüler müssten als mündige Bürger mitgenommen und gestärkt werden.

Teuber: Schüler bei Regeln mitnehmen und stärken

Probleme mit Handys an Schulen fingen nach Einschätzung der Bildungsgewerkschaften GEW und VBE in den weiterführenden Schulen an, sagte Teuber. Er betonte zudem: «Es ist auch nicht so, als würde in den Schulen heute nichts geregelt sein.» Die private Nutzung sei überall geregelt. 

Er sei gegen ein Verbot, wie von der CDU gefordert, betonte Teuber, er sagte aber auch: «Wir sind im Ziel vereint.» Kinder und Jugendlichen müsse ein möglichst stark geschütztes Leben ermöglicht werden, ihre mentale Gesundheit müsse gestärkt werden.

Der bisherige bildungspolitische Sprecher der Fraktion kennt Schule und Kita als Lehrer und Vater zweier schulpflichtiger Töchter auch von innen. Er ist zudem Mitglied in der GEW. Viel Zeit zum Gestalten hat er als Minister nicht, am 22. März 2026 wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt.

Regierungsschwerpunkt frühkindliche Bildung

Teuber sei einer der profiliertesten Bildungspolitiker im Land und stehe für Bildungsgerechtigkeit und das Aufstiegsversprechen der Sozialdemokratie, hatte Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) bei der Vorstellung gesagt. Teuber stehe für eine Bildungspolitik, die den Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stelle. Gemeinsam mit ihm wolle er seinen Politik-Schwerpunkt frühkindliche Bildung weiter umsetzen, sagte der Regierungschef.

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10 Kommentare

  1. Ach Gottelchen, der Sven Teuber. Wie lange muss das arme Rheinland-Pfalz noch diese rot/grüne Ansammlung von Choriphäen als Regierung aushalten?

      • Trumpi , vollkommen richtig . Ich frage mich nur , wann es endlich so weit sein soll …. Wenn die Bordkapelle aufgehört hat zu spielen?!

        Wir brauchen eine konservative Wende. Ein radikaler Richtungswechsel der CDU ist überfällig! Jetzt! ASAP!

  2. Ich bin kein Fan von Herrn Teuber, was auf eine persönliche Enttäuschung / Täuschung des Ministeriums zurückzuführen ist, begrüße es allerdings ausdrücklich, dass Frau Hubig durch ihn ersetzt wurde.
    Er ist Familienvater, Lehrer sowie Politiker und kennt daher die Bildungslandschaft aus den unterschiedlichsten Perspektiven.
    Vielleicht ist er mutig genug, notwendige Reformen auf den Weg zu bringen. Das könnte langfristig gut werden, geben wir ihm doch eine Chance.

    • @Fair bleiben
      Hmmm, ich kenne ihn auch aus seiner Zeit als Sozialkundelehrer an einem Trierer Gymnasium, BEVOR er komplett zum AWO-Vorstand wechselte, von dort aus in „die Politik“ ging…..
      Meiner persönlichen Meinung nach, hat er die Schüler:innen zu sehr linksorientiert belehrt und beeinflusst, denn mein weiteres Kind war bei einem anderen SK-Lehrer am gleichen Gymnasium, welcher neutraler und wertfreier im SK-Fach unterrichtete. Ist aber nur meine persönliche Meinung/Eindruck.
      Zudem befürwortet er scheinbar stark die Montessori-Schulen, zwei Besuche in kurzer Zeit, wohingegen bis auf eine grüne ehemalige Stadträtin, Politiker aus anderen Parteien, welche öffentl. Schulen bevorzugen, keine Einladungen annahmen, oder berücksichtigten? Montessori Schulen können aber, bedingt durch ihre „besonderen Leitmotive der Montessori-Pädagogik“ und wie ja vor einigen Monaten geschehen, Eltern bei „Unstimmigkeiten“ kündigen, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen, was bei einer öffentl. Schule so nicht möglich ist. Zudem stehen sie quasi in Konkurrenz zu öffentl. Schulen, welche ja jährlich immer weniger Schüler:innen zu beklagen haben und Klassen abbauen, z.T. sogar Kitas, Schulen geschlossen werden müssen. Von daher sollte diese Kita und Schulform nicht zwingend und nur im Rahmen der gesetzl. Vorgaben, finanziell unterstützt werden. Sonst gibt es irgendwann evtl. nur noch (private) Bezahl-Kitas und Schulen…….nur meine persönliche Meinung.

  3. Warum sollte irgendwer mit Faschisten zusammenarbeiten wollen, nachweislich rechtsextrem hat noch nie etwas Gutes hervorgebracht.

  4. Der ist schon so weit weg von der Basis. Nach der Praktikantenzeit in Kusel, wobei wahrscheinlich das Referendariat feierlich schon als Zeit der Lehrkraft mitgezählt worden ist, da hat sich in den Schulen so viel gewandelt. Es ist bunter geworden und ein Hr. T weiß gar nicht, was Lehrkräfte heutzutage an den Schulen durch den Gebrauch des Handys im Unterricht ertragen müssen. Soll lieber mal rein gehen in eine Handwerkerklasse, wo es versucht wird den Menschen überhaupt einen Abschluss zu vermitteln. Bunte BBS sind nur ein Beispiel. Aber wenn so einer sich tatsächlich mal in die Niederungen begeben würde, dann wäre erstmal alles auf Linie gebracht. Saubere WC’s‘, Ansage: Leute, bitte diese Stunde mal ohne Handy, der Schulrat sitzt hinten noch in der Klasse dabei, die Schulleitung lässt sich genüßlich mit ihm zusammen ablichten Kaffestückchen werden gereicht, zum Abschluss noch ein netter Plausch, ist ja schließlich alles in Ordnung,…

  5. Die Schulen können den Umgang mit mobilen Endgeräten per Schulordnung selbst regeln.
    Wird ein Verbot ausgesprochen, die Konsequenz bei Fehlverhalten festgesetzt, geht es nur noch um die strikte Umsetzung der Maßnahmen.
    Das bedeutet erneut Mehrarbeit.
    Diese ist allerdings ebenfalls von Nöten, wenn eine missbräuchliche Nutzung vorliegt.

    Ich sehe die Verantwortung allerdings ganz klar im Elternhaus.
    Der Erwerb von digitalen Kompetenzen sollte primär zu Hause erfolgen. Dort wird das Endgerät zur Verfügung gestellt, somit hat man dem minderjährigen Nutzer die Regeln und die rechtlichen Grundlagen zu vermitteln.
    Stellt man fest, dass eine gewisse Beratungsresistenz bei dem Kind vorliegt, ist es möglich entweder technische Lösungen ins Auge zu fassen (Zeitlimit, APP-Freigabe,…) oder das Endgerät einzusammeln. Letztlich ist es eine Frage der Erziehung.
    Ein weiterer Punkt ist der Respekt.
    Die Schule ist der Arbeitsplatz des Schülers. Man hat dem Unterricht Folge zu leisten, diesen nicht zu stören und kann sich bestenfalls gewinnbringend einbringen.
    Sollte es langweilig sein…Augen zu (auf) und durch.
    Es ist absolut respektlos gegenüber der Schulgemeinschaft (Lehrer, Schüler) die Ablenkung durch mobile Endgeräte zu suchen und sich im schlimmsten Fall strafrechtlich relevanten
    Aktivitäten zuzuwenden.

  6. Vollkommen und realistisch beschrieben, Wolfgang. Wir befinden uns aktuell in einem realsatirischen Zeitkorridor …. Noch.

  7. Letztendlich ist es doch das was die linksgrüne Politik will:
    Wenig intelligente Untertanenmenschen, die schon im Schulalter die ganze Zeit auf dem Handy rumtippen und verblöden und in ihrer Freizeit alberne Handyspiele spielen, abends ein bisschen ihre Haschpflänzchen giessen und ansonsten mit sich machen lassen was die Obrigkeit sagt.
    Gibt man ihnen dann noch einfache Freund Feind Bilder, zb jeder der eine andere Meinung hat ist ein Nazi, dann ist die Welt in Ordnung.
    Mündige Bürger stören da nur. Nicht umsonst gibts in SPD und Grün regierten Ländern jeweils ein Schmalspurabi untersten Niveaus für alle.

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