Bistum Trier & Co. : Kirchen verlieren weiterhin Tausende Mitglieder -Bilanz Kirchenaustritte 2023

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Menschen gehen über den Domfreihof vor dem Dom.Harald Tittel/dpa

MAINZ/SAARBRÜCKEN. Die katholische Kirche in Rheinland-Pfalz und im Saarland hat im vergangenen Jahr erneut Tausende Mitglieder verloren, aber die Zahl der Austritte ist zurückgegangen. Das ergibt sich aus den Bilanzen, die die Bistümer am Donnerstag mitteilten. Sie decken sich mit dem deutschlandweiten Trend. Demnach hatte die Zahl der Austritte 2022 bei mehr als einer halben Million gelegen – ein dramatischer Negativrekord. 2023 waren es dagegen 402.694, wie die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilte.

Dem Bistum Mainz zufolge sind dort 2023 rund 13.500 Austritte registriert worden. «Das ist eine hohe Zahl», meinte Bischof Peter Kohlgraf, «aber auch ein großer Rückgang gegenüber dem Spitzenwert aus 2022.» Damals waren es rund 16.600. Viele würden die Kirche als Problemfall sehen. «Ohne die Kirche gäbe es aber die vielen Kinder- und Jugendlichen nicht, die sich derart engagieren und eine Seite von Kirche zeigen, die Mut macht», betonte Kohlgraf. «Ich kenne keine andere Organisation, die das in diesem Umfang leistet.» Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken in der Diözese lag 2023 bei rund 621.000. Das Bistum Mainz liegt zu einem Drittel in Rheinland-Pfalz und zu zwei Dritteln in Hessen.

Geringerer Rückgang nicht beruhigend

Das Bistum Trier informierte über 22.618 Austritte 2023 – weniger als 2022 (28.137). Das sei immer noch ein unvermindert hohes Niveau und keine Trendumkehr, meinte Generalvikar Ulrich von Plettenberg. «Wir sehen der Realität einer kleiner werdenden Kirche ins Auge und versuchen, unsere pastorale Arbeit anzupassen, aber auch neue Wege zu gehen.» Das heiße, Menschen Angebote zu machen, die auf ihre Lebenssituationen zugeschnitten seien. «Seien es Familien, Senioren, Menschen mit Beeinträchtigung, Geflüchtete, kirchenferne, aber auch eng an die Kirche gebundene Menschen», teilte der Generalvikar mit. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 lebten 1,174 Millionen Katholikinnen und Katholiken auf dem Gebiet des Bistums, zu dem weite Teil des Saarlandes gehören.

Nach Angaben des Bistums Speyer haben 9.158 Menschen die katholische Kirche in der Pfalz und im Saarpfalzkreis 2023 verlassen – rund 2700 weniger als im Jahr zuvor. «Die Zahl ist zwar zurückgegangen», sagte Generalvikar Markus Magin, «jedoch ist dies in keiner Weise beruhigend.» Denn zeitgleich werde deutlich, dass für die Lebenswirklichkeit vieler Menschen die Kirche nicht mehr von Bedeutung sei – «was ich zutiefst bedauere.» Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Gebiet der Diözese lag 2023 bei rund 451.000 in Rheinland-Pfalz und Saarland. Im Vergleich zu 2022 sank die Mitgliederzahl um 3,2 Prozent.

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10 Kommentare

  1. Wundert das wirklich jemanden? Kirche und Staat sollen auch in D getrennt sein, wie z. B. in Frankreich. Es darf doch nicht sein, dass ein Bischof eine Besoldung von B8 oder so vom Steuerzahler bekommt!

  2. Beide Kirchen in Deutschland wettern seit Jahren lauthals gegen die AfD, sie beleidigen die Millionen Wähler der AfD. Was bleibt da außer Austritt? Selbst schuld, diese Kirchenleute haben so viel Dreck am Stecken, sie hielten besser ihr Maul. Ich wünsche der AfD viel Erfolg bei den kommenden Landtagswahlen.

    • Ich glaube kaum, dass es zu nennenswerten Austritten aufgrund des AFD bashing gibt, vielmehr Steuersparmodelle und eine verfehlte Moral – und Frauenpolitik…..aber wie soll sowas ein AFDfanboy verstehen bei dem der eigene Tellerand schon außer Reichweite erscheint.

      • Ausserdem ist es doch völlig egal warum ausgetreten wird.Die Pfaffen und ihr Verein bekommen auf jeden Fall die benötigte Kohle. Und zwar direkt von Staat,also irgendwelchen Helfershelfern,die der unkritischen Bevölkerung erklären,dass die Alimentierung dieser Organisation aus irgendwelchen Gründen völlig ok ist.

      • Murmeltier ist ein bekennendes AFDfangirl (quasi ein Groupie xD).
        Außerdem laut eigenen Angaben schon älter und krank (Behandlung in Heidelberg).
        Zudem hat sie eine auffallende Zwangsstörung und stellt immer die gleichen polemisch Fragen.

        • Ja das nennt man Demokratie, jeder kann seine politische Meinung vertreten.
          Und lass mal deine Rechtschreibschwäche behandeln, gibts öfter bei linksgerichteten Schulabbrechern.

        • Watchman, haben Sie etwas gegen behinderte Menschen? Es ist leider immer wieder nötig die Frage nach den Tätern zu stellen, das werde ich tun, solange ich das möchte.

  3. Wen wundert das?

    Da wurde doch gerade – nicht freiwillig – die lange Liste der Empfänger von Geldern aus dem Förderprogramm der Regierung für regierungsfreundliches Verhalten, euphemistisch: „Demokratie leben!“, veröffentlicht.

    Und siehe da, wer gehört zu den Meistbegünstigsten? Diakonie & Caritas.

    Wes Brot ich ess…

    Mein Geld bekommen sie nicht mehr.

  4. Diese woke Kirche hat sich schon längst abgeschafft. Zum Glück gibt es in Trier noch die englischsprachige Messe. Dort zelebrieren die vernünftigen Ausländer in Trier einen Gottesdienst ohne Ideologie, aber mit christlicher Bodenhaftung.

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