MAINZ. Sabine Bätzing-Lichtenthäler soll neue Vorsitzende des SPD Rheinland-Pfalz werden und damit die Nachfolge von Roger Lewentz antreten, der nach 12 erfolgreichen Jahren die Parteiführung niederlegen wird. Diesen Vorschlag hatte Lewentz gestern in Abstimmung dem Präsidium gemacht, gestern Abend hatte der Landesvorstand dem zugestimmt. Die Wahl von Sabine Bätzing-Lichtenthäler soll anlässlich des nächsten Parteitags im November 2024 erfolgen. Den Fahrplan dorthin und die Hintergründe stellten der Landesvorsitzende Roger Lewentz, seine designierte Nachfolgerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der stellvertretende Landesvorsitzende sowie designierte Ministerpräsident Alexander Schweitzer am heutigen Donnerstag in einer Pressekonferenz vor.
Roger Lewentz: „Beim kommenden Parteitag im November, bei der Sabine Bätzing- Lichtenthäler als neue Vorsitzende der SPD Rheinland-Pfalz zur Wahl stehen wird, ist es genau ein Jahr her, dass die Partei sowie die Genossinnen und Genossen im Land mir und der engen Parteiführung den Auftrag zur Erneuerung und Aufbruch in eine neue Epoche gegeben haben. Bereits heute möchte ich mit Blick auf Sabine – aber selbstverständlich auch auf Alexander, der unser Ministerpräsident werden wird – sagen: Mission erfüllt. Das macht mich zum Abschluss meiner 12 Jahre an der Parteispitze stolz, aus vielen Gründen. Weil wir erneut einen wichtigen Übergang mit dem „Rheinland-Pfalz-Weg“ der Geschlossenheit gestalten. Weil mit Sabine eine bis ins Mark überzeugte Sozialdemokratin mit ganz viel Herz und einem enorm engen Draht zu den Menschen im Land bereitsteht. Und auch, weil mit ihr dann erstmals eine Frau an der Spitze unserer traditionsreichen Landespartei stehen wird. Natürlich fällt mir persönlich der Abschied von diesem wunderschönen Amt schwer. Aber mit Blick auf das neue Spitzen-Team Sabine und Alexander gehe ich mit einem Lächeln.“
Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Für mich ist es eine große Ehre und eine wahnsinnige Freude, dass mir mit dem Vorschlag und dem klaren Votum zur Kandidatur als Parteivorsitzende so viel Vertrauen und Zutrauen entgegengebracht wird. Ich bin seit 30 Jahren mit Herzblut Mitglied dieser starken und erfolgreichen Partei, durfte sie in verschiedenen Ämtern und Positionen mitgestalten und spüre eine riesige Lust auf diese neue Aufgabe. Dafür gibt es viele gute Gründe. Ein ganz wichtiger ist meine Liebe zu meiner Heimat Rheinland-Pfalz und seinen Menschen. Ein weiterer, dass die SPD Rheinland-Pfalz für mich immer die „Mittendrin-Partei“ ist und bleiben wird. Mittendrin bei diesen Menschen, mittendrin bei den Themen, mittendrin im echten Leben. Mittendrin im Austausch, beim Zuhören, Diskutieren von Lösungen – und zwar dort, wo die Menschen sind, nicht nur unsere Fans. Darauf kann sie stolz sein, das hat sie stark gemacht und – das wäre mein Wunsch – wird sie auch künftig wieder stärker machen.“
Bätzing-Lichtenthäler dankte auch Lewentz für seine Verdienste: „Von ganzem Herzen vielen Dank und tief empfundener Respekt für Dich, lieber Roger. Du bist seit 40 Jahren SPD-Mitglied, Jahrzehnte davon gestaltend, seit 12 Jahren Parteivorsitzender: Du hast die SPD Rheinland-Pfalz geprägt, du hast im Hinter- und Vordergrund für eine enorm starke Sozialdemokratie in Rheinland-Pfalz gesorgt, du hast Wahl um Wahl für uns und mit uns gewonnen. Für all das und mehr – Danke!“
Alexander Schweitzer: „Es sind bewegte und bewegende Tage – für Rheinland-Pfalz, für die Sozialdemokratie im Land und für mich persönlich. Ich kann mich dem großen Dank an Roger Lewentz nur anschließen. Was Du in mehr als einem Jahrzehnt für unsere Partei, für die Sozialdemokratie, für die Genossinnen und Genossen geleistet hast, lässt uns tief beeindruckt und dankbar zurück. Deswegen stimmt mich dein Abgang traurig – und gleichzeitig freue ich mich sehr darauf, mit Sabine dieses Land weiter sozialdemokratisch zu gestalten. Auch, weil Sabines und mein politischer Weg seit Juso-Zeiten eng nebeneinander verlaufen, sich mitunter kreuzen und wir uns immer mal wieder in Ämtern nachgefolgt sind. Auf dieses Vertrauen bauen wir auf, dieses Vertrauen bauen wir als Team aus. Für mich ist sie mit ihrem Herzblut, ihrer Empathie, ihrem Gespür für die Menschen und das Land eine perfekte Besetzung, um den nun vollzogenen Umbruch in der Partei zum Erfolg zu machen – bei den kommenden Wahlen und darüber hinaus.“


















