LONGKAMP. Wie der SWR berichtet, werden in der geplanten Flüchtlings-Sammelunterkunft „Longkamper Hof“ in Longkamp im Hunsrück vorerst keine Flüchtlinge einziehen. Da über Monate keine Flüchtlinge in Longkamp ankamen, sei in den anderen Unterkünften, etwa in Horath, noch genügend Platz, so der Sender unter Berufung auf die Pressesprecherin des Kreises Bernkastel-Wittlich, Stefanie Rodermund.
Der Lomgkamper Bürgermeister Horst Gorges (CDU) zeigte sich laut dem Bericht überrascht, denn die Gemeinde hatte monatelang erfolglos gegen die Pläne gekämpft. Grund waren Sorgen der Anwohner wegen der Größe und des Standorts der Asylunterkunft. Geplant war nämlich, dass ab April 60 Flüchtlinge in das Hunsrückdorf mit nur 1.200 Einwohnern ziehen sollten.
Doch dies wird nun erst einmal nicht geschehen. Der Grund dafür ist, dass Privatleute und Gemeinden aus dem Kreis seit 2022 bereits mehr als 3.000 Flüchtlinge aufgenommen haben, v. a. aus der Ukraine. Kreis-Sprecherin Rodermund: „Einige Menschen sind sogar von der Mosel aus an die polnische Grenze gefahren, um dort Ukrainer abzuholen und hier unterzubringen.“
Aufgrund dieser Tatsache hat das Land die Zuweisungen für zwei Monate ausgesetzt. Laut Sprecherin Rodermund geht die Kreisverwaltung daher davon aus, dass der Longkamper Hof nicht vor den Sommerferien belegt werden muss. Was danach geschieht, ist unklar und dürfte von der weiteren Entwicklung der Flüchtlingszahlen abhängen. (Quelle: SWR)















