TRIER. Die Ausweitung der Trierer Fußgängerzone liegt nun knapp einen Monat zurück. Die Randbereiche Konstantinstraße zum Kornmarkt, Neustraße / Viehmarkt, Domfreihof und der Stockplatz wurden dabei den Regeln der Fußgängerzone angeglichen. Neben ebenfalls vorhandener Kritik, werden die Maßnahmen bei vielen Triererinnen und Trierern begrüßt und als positiv bewertet. Die Kontrollen zur Einhaltung der neuen Gegebenheiten wurden dabei von der Stadt Trier zwar offensiv verkündet – allerdings lässt die Umsetzung vielerorts mehr als zu wünschen übrig. Eine tatsächliche Verbesserung der Situation ist für Betroffene nicht feststellbar. Die Umsetzung im Realitätscheck kläglich durchgefallen.
So sind Reaktionen aus der Trierer Neustraße offen enttäuscht bis entsetzt. Die Buchhandlung „Der kleine Buchfink“ postete hierzu auf Instagram: „[…] führt das dazu, dass an der breitesten Stelle der Neustraße vor unserem Laden instant eine Kurz- bis Langparkzone eröffnet wird. Auch nach 11 Uhr.“ Mit Bildern von reihenweise parkenden Autos vor ihrem Geschäft untermalt, merken die Inhaber der Buchhandlung an: „Wir möchten einfach nur darauf hinweisen, dass Verwaltung und Bürokratie hier und da vielleicht einen Realitätscheck und nicht nur fancy Fototermine vor Ort brauchen“. Weitere Reaktionen der Einzelhändler und Anwohner unterstreichen dies – die Situation sei kein Bisschen besser geworden.
Kontrollen versagen – Keine Änderung der Situation am Stockplatz
Genau wie in der Neustraße, nehmen so gut wie alle KFZ-Fahrer auch am Trierer Stockplatz ihr bisheriges „Gewohnheitsrecht“ in Anspruch. Die Änderung der entsprechenden Beschilderung scheint nicht auszureichen, um die Verkehrsteilnehmer davon zu überzeugen, dass sich nun etwas geändert hat. Dazu passt: Von lokalo.de vor Ort angesprochene Autofahrer auf dem Stockplatz wussten gar nicht, dass sie sich gerade außerhalb der erlaubten Zeiten in der Fußgängerzone befinden. So gab beispielsweise eine Fahrerin an, dass „sie es gerade eilig habe und schließlich schon immer auf den Platz fährt, um zu ihrer Bank zu kommen. Ein Schild habe sie nicht gesehen“.
„Wir sind hier keinen Schritt weiter“
Johannes Schermack, Betriebsleiter der beliebten Trierer Gastronomie „New Mintons“ am Stockplatz, ist vom Thema Fußgängerzone bereits regelrecht entnervt: „Wir haben uns zunächst sehr über die Änderung gefreut – allerdings hat sich an der wirklich schlimmen Situation hier nichts geändert. Im Gegenteil – jetzt dürfen wir uns zusätzlich darüber ärgern, dass zwar eine Fußgängerzone besteht, dies aber weder eingehalten und noch weniger umgesetzt oder kontrolliert wird. Das Ordnungsamt ist kaum vor Ort und jeder macht, was er will. Die Terrassensaison beginnt und Familien mit Kindern werden wir, wie bisher, bitten müssen, besonders aufzupassen. Wir sind hier keinen Schritt weiter.“
Vorsätzliche Missachtung?
Beobachtet man das Geschehen am Stockplatz über einige Stunden, so fahren auch nach 11 Uhr fast minütlich Autos auf den Platz und wieder heraus. Darunter auch viele Bürgerinnen und Bürger, die „schnell etwas erledigen wollen“.
Auffällig ist dabei vor allem der Lieferverkehr einiger ansässiger Gastronomen aus der Fußgängerzone heraus. Der ganztägige Lieferverkehr, welcher in der Vergangenheit möglicherweise „geduldet“ wurde, erscheint dabei nach den jetzigen, neuen Regeln eigentlich unmöglich. Dennoch, so die vor Ort getätigten Beobachtungen, wird weiterhin, teilweise mit vier bis fünf Fahrzeugen, welche alle im Wechsel und ohne Unterlass auf den Platz kommen, eingeladen und Speisen ausgefahren. Beachtung der neuen Fußgängerzone – Fehlanzeige! Von Verkehrsberuhigung kann keine Rede sein – das Wort „Fußgängerzone“ löste bei den von lokalo.de angesprochenen Fahrern aber immerhin Gelächter aus.
Warum die Stadt Trier eine entsprechende und teils vorsätzlich wirkende Missachtung nicht von Anfang an erstickt oder zumindest den monetären Vorteil durch Verteilung entsprechender „Knöllchen“ bei den auch weiterhin zahlreichen Falschparken inmitten des schönen Platzes einstreicht, bleibt ein Geheimnis. Alleine mit den fälligen Knöllchen einer Woche am Stockplatz könnte die Stadt Trier anderweitig die Sanierung maroder Fahrbahnen finanzieren oder fördern, so erscheint es.
Ob in der Neustraße oder am Stockplatz – eine Fußgängerzone auszuweiten, ohne die Einhaltung der neuen Regelungen ausgiebig und konsequent zu kontrollieren und sicherzustellen, stellt ein klägliches Versagen der Ordnungskräfte dar, und kann daher von den zuständigen Dezernaten bislang definitiv nicht als Erfolg verbucht werden.
Lokalo wird weiter über das Thema berichten und euch auf dem Laufenden halten.
















Ist auf dem letzten Foto ein Auto vom Ordnungsamt zu sehen? Das würde dann gut zu dem Artikel passen.
Nein, das ist der Trierer Wachdienst TWD
“und kann daher von den zuständigen Dezernaten bislang definitiv nicht als Erfolg verbucht werden“
Für die Kontrollen ist nur noch ein Dezernat zuständig, nämlich das von Herrn Britten.
Vermutlich wissen die aber auch, dass sie auf die Kampagne der anderen hereingefallen sind, denen schon vorher klar war, dass Kontrollen schwierig sind und nichts als Ärger gegen sich bringen.
Wo versagt die deutsche Verwaltung nicht? Die denken doch immer, mit lustigen Schildern (egal wofür) sei jedes Problem erledigt und sie wären raus aus der Verantwortung. Bewegung in eine Sache bringen heißt auch Bewegung physisch und sich nicht hinter Schreibtisch und Paragrafen verstecken. Wie heißt das gute Sprichwort noch: Der Fisch stinkt vom Kopf her 😆😆😆😆😆
Naja man muss aber jetzt mal ehrlich sagen zum Stockplatz das dort eben auch Parkplätze sind von ansässigen Betrieben oder Anwohnern. Somit ist für mich die Aussage Fußgängerzone etwas mit einem schmunzeln zu versehen, da hier einfach von der Stadt nicht wirklich beachtet wird was die Begebenheiten vor Ort sind.
Grundsätzlich finde ich das der Innenstadtbereich/ Shoppingbereich verkehrsberuhigt ist, eine gute Sache. Folgende Ausnahmen sollten aber trotzdem beherzigt werden – wenn ein Gastronom u.ä. der seine Steuern, Gewerbesteuer etc. zahlt und einfahren muss, da es zur Aufrechterhaltung seines Gewerkes nötig ist, dies zu verbieten mehr als fragwürdig (oder Sondergenehmigung kaufen muss). Ebenso finde ich es problematisch für sämtliche privaten Notdienste (Heizung, Wasser, Abwasser, Strom etc.), Pflegedienste die nur mit Ausnahmegenehmigung einfahren dürfen sehr seltsam, hier liegt der Fokus des Ordnungsamtes eher beim Geldverdienen im Vordergrund, anstatt Verkehrsberuhigung. Letzlich hat das Ordnungsamt die Planung hierzu hoheitlich übernommen in meinen Augen ohne richtig Sinn und Verstand. Für mich ist eins klar, wenn ich als Handwerker nach 11 Uhr zu einem „NOTFALL“ gerufen werde, dann wird es erst an Folgetagen bis 11 Uhr passieren und nicht am gleichen Tag – ist ja so gewünscht. Aber wer Grün wählt, bekommt halt solch unklaren Verhältnisse (die Insider wissen wer gemeint ist).
Die ansässigen Handwerksbetriebe, die einen Notdienst anbieten haben für diese Fälle eine ständige Ausnahmegenehmigung erhalten.
Zitat von: https://www.trier.de/umwelt-verkehr/verkehrsplanung/sichere-innenstadt/fragen-antworten/#gewerbe
„Für Notfälle haben bestimmte Handwerksbetriebe eine Ausnahmegenehmigung mit der sie immer in die Fußgängerzone dürfen.“
Keine Ahnung haben, aber Hauptsache mal auf die Grünen geschimpft.
Naja , ist immer das gleiche Klientel was meint sich über die Vorschriften hinweg zusetzen.
man muss nur schauen , wer alles am Stockplatz und Co parkt.
ist wie jeden Freitag in der Luxemburger Straße.
aber auch hier wird großzügig vom Ordnungsamt ignoriert und lieber auf die andere Seite geschaut, als was zu unternehmen.
Der geleaste AMG muss ja auch irgendwo vorgezeigt werden. Man nennt das Willkommenskultur und wenn Sie anderer Meinung sind, dann …
Unausgegorene, unsinnige Neuregelungen sind in meinen Augen auch teilweise dazu da, gebrochen zu werden …. Mal klappt‘s, mal nicht. Dann wird halt das Ticket weggebügelt oder erst mit einer großen Zeitverzögerung und tiefgehender Korrespondenz gezahlt.
Eins ist klar und das sollen sich auch die ganzen Hobbyblockwarte am Stockplatz, in der Neustrasse und insgesamt hinter die Ohren schreiben….
Anschwärzen führt zu noch mehr Verdruss auf beiden Seiten und weiterer Spaltung und auch letztlich zu mitunter deutlich weniger Umsatz.
Was wir brauchen sind weniger Regulierung, weniger Verbote, keine Brandmauern sondern ganz klar wieder ein „Mehr miteinander!“ . In allen Bereichen.
Ihr Plädoyer für zivilen Ungehorsam gefällt. Diese Haltung sollte in vielen anderen Bereichen praktiziert werden.
Bei unsinnigen rechtswidrigen Coronazwangsmassnahmen haben die Kontrollen eindeutig besser geklappt.
Ach Peter, welche unsinnigen rechtswidrigen Coronazwangsmassnahme, schlecht geschlafen und nichts verstanden?
Ist Ihr Kommentar Satire oder meinen Sie das ernst? Nahezu alle Maßnahmen waren im Rückblick beurteilt unsinnig.
Sinnlose Masken, sinnloses 3 und 2G bzw. 2G+?
Aber du gehörst wohl zu den „Massnahmenleugnern“ 😉
Ja das gabs schon öfter in Doofland. Hinterher will immer keiner was von den Rechtsbrüchen und Verbrechen gewusst haben.
Never forget!
@peter, da sind bewaffnete Hundertschaften aufgelaufen, und haben die Passanten wie Verbrecher behandelt, sie wurden erkennungsdienstlich erfasst, und diejenigen die in Trier wohnten mussten bis zu 138,.00 € Bußgeld zahlen. Auswärtige wurde auch erfasst, aber nicht bestraft, die Behörden nahmen an, es handele sich um Kunden des Trier Einzelhandels.
Da @Bernd uns hier, schon öfter, an seinen meist wenig produktiven
Ergüssen hat teilhaben lassen, ist davon auszugehen, das es sich
bei seiner Person um ein Individuum handelt, welches einen
unausgegorenen Geist sein Eigen nennt…
https://www.tiktok.com/@rene_graeber/video/7172335780180872454?lang=de-DE