TRIER. Nach dem Ende der Corona-Pandemie steht die Frage, wie viele Intensivbetten zur Verfügung stehen, nicht mehr im Fokus der Aufmerksamkeit. Doch obwohl Corona kein Thema mehr ist, ist die Lage auf den Intensivstationen angespannt, wie der Volksfreund berichtet.
Unter Berufung auf Tim Piepho, den Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im Trierer Brüderkrankenhaus, berichtet das Blatt, dass es an diesem Sonntag in ganz Rheinland-Pfalz noch 106 freie Betten gab, obwohl mit 588 deutlich weniger belegt waren als auf dem Höhepunkt der Pandemie Ende 2020. Damals waren 852 Intensivbetten im Land belegt und 239 frei. In der gesamten Region Trier waren gestern 19 von 88 Intensivbetten frei, während es Anfang 2019 es allein in Trier rund 120 Intensivbetten für Erwachsene gab.
Grund für die geringere Anzahl an Intensivbetten ist Personalmangel. Die Betten seien zwar grundsätzlich noch vorhanden, es fehle aber an Intensivpflegekräften. Deren Anzahl habe sich in den vergangenen Jahren laut Piepho deutlich reduziert, u.a. wegen der Belastung während der Pandemie. Intensivpflegekräfte sind speziell ausgebildet und nur schwer zu finden. Eine Sprecherin des Mutterhauses bestätigte diese Einschätzung gegenüber der Zeitung.
Piepho befürchtet eine weitere Verschärfung der Situation in den kommenden Jahren, da der demographische Wandel zu einer älteren und tendenziell kränkeren Bevölkerung führt. (Quelle: Trierischer Volksfreund)

















