Niederlage bei „Favoritenschreck“ – Gladiators verlieren beim Tabellenvorletzten

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Bild: Photogroove

TRIER. Am Wochenende haben die Gladiators Trier bei den Artland Dragons eine Niederlage einstecken müssen. Die Trierer Basketballer verloren mit 90:97.

Am 26. Spieltag der 2. Basketball Bundesliga stand für die Gladiators Trier erneut ein Auswärtsspiel auf dem Spielplan. Bei den Artland Dragons, die zwar den 17. Tabellenplatz belegen, seit dem Jahreswechsel aber als absoluter Favoritenschreck gilt, schickte Headcoach Don Beck Jordan Barnes, Evans Rapieque, JJ Mann, Moritz Krimmer und Maik Zirbes als Starting Five auf das Parkett. Auch Shooting Guard Clay Guillozet konnte nach überstandener Verletzung wieder mitwirken und nahm zu Spielbeginn auf der Bank Platz.

Beide Teams starteten mit viel Tempo in die Partie und suchten gleich die ersten Abschlüsse aus der Drei-Punkte-Distanz. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, 12:12 stand es nach knapp fünf gespielten Minuten. In den folgenden Minuten lieferten sich beide Mannschaften einen offensiven Schlagabtausch, bei dem die Trierer Defensive zu oft einen Schritt zu spät kam und die Dragons immer wieder mit Distanzwürfen erfolgreich waren. Zweieinhalb Minuten vor Viertelende stand es 22:27 aus Trierer Sicht, bis zur Viertelpause sollte kein Korb mehr fallen und mit dem knappen Rückstand der Gladiatoren endeten die ersten zehn Spielminuten.

Auch der Start in den zweiten Spielabschnitt verlief vorerst ausgeglichen. Zwar blieben die Dragons treffsicher aus der Distanz, während die Gladiatoren weiter mit ihren Wurfquoten haderten. Nach gut drei gespielten Minuten im zweiten Viertel führten die Gastgeber weiterhin mit 29:34 und fanden immer wieder gute Lösungen gegen die Trierer Defensive. So erhöhten die Quakenbrücker ihren Vorsprung im Laufe des zweiten Viertels weiter und führten drei Minuten vor der Halbzeitpause mit 34:46. Weiterhin hatten die Moselstädter Probleme ihren Schützen freie Abschlüsse zu kreieren und defensiv gab man immer wieder Rebounds für zweite Chancen der Dragons ab. So stand ein 39:52-Rückstand der Profibasketballer aus der ältesten Stadt Deutschlands nach der ersten Halbzeit zu Buche.

Zwar ließen die Wurfquoten der Dragons zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas nach, das galt jedoch nicht für Routinier Brandon Thomas, der die zweite Hälfte gleich mit einem weiteren schweren Dreier einläutete. Weiterhin fanden die Gladiatoren nicht in ihren Rhythmus, kamen defensiv weiterhin häufig einen Schritt zu spät und mussten sich jede offensive Position hart erarbeiten. So stand auch zur Mitte des dritten Viertels eine Führung der Dragons auf der Anzeigetafel der Artland Arena (57:70, 25. Spielminute). Zwar gaben sich die Gladiatoren nicht auf, kämpften um freie Bälle und erhöhten die defensive Intensität, dennoch blieben die Dragons extrem treffsicher aus der Distanz und konnten nahezu jeden erfolgreichen Trierer Angriff kontern. So ging es mit einem deutlichen Trierer Rückstand von 66:82 in die letzte Viertelpause.

Im letzten Viertel gelang es den Gladiatoren besser die Distanzwürfe der Dragons zu verteidigen und auch im Rebounding gab man nun keine zweite Chancen mehr ab. Auch die Physis des Spiels nahm auf beiden Seiten nochmals merklich zu und die Partie wurde zunehmend hitziger. Nach einer wilden Phase mit einigen Spielunterbrechungen und zwei von insgesamt vier technischen Fouls gegen die Gladiatoren, kämpften sich die Moselstädter wieder auf 81:88 heran (35. Spielminute). In den folgenden Ballbesitzen gelang es den Gladiatoren jedoch nicht Punkte zu erzielen und die verbesserte Defensive konnte nicht belohnt werden. So waren es erneut die Quakenbrücker, die aus der Distanz erfolgreich waren und die Aufholjagd der Trierer frühzeitig stoppten. Bis zum Ende der Partie konnten die Gladiators den Rückstand zwar noch etwas verkürzen, müssen sich letztlich jedoch mit 90:97 geschlagen geben.
Nun steht am Samstag, den 16.03. das nächste Heimspiel gegen die VfL SparkassenStars Bochum an. Tickets für das Heimspiel, in dem die Gladiatoren bereits die Playoff-Teilnahme sichern können, sind über die Geschäftsstelle, den Online-Ticketshop oder den Kartenvorverkauf Trier erhältlich.

Don Beck (Headcoach Gladiators): „Zuerst möchte ich meinen Respekt für Coach Flomo und sein Team aussprechen. Wir wussten, dass uns hier ein schweres Spiel erwartet und man hat gesehen, warum vermeintlich favorisierte Teams hier immer wieder Probleme bekommen. Artland hat heute sehr gut gespielt, hervorragend getroffen und wir konnten unsere Würfe leider nicht konstant über die gesamte Spielzeit versenken. Somit hat Artland verdient gewonnen und ich bin sicher, dass es für jedes Team sehr schwierig wird, die Dragons zu schlagen. Auch wenn es nicht zum Ausgang des Spiels beigetragen hat, habe ich noch nie erlebt, dass Schiedsrichter so viel Aufmerksamkeit auf Dinge abseits des Feldes legen. Neben vier technischen Fouls wurde die Partie heute unglaublich oft unterbrochen, um uns wegen Floppings oder dem Anfeuern von der Spielerbank zu verwarnen. Das habe ich in diesem Maße noch nicht gesehen und hoffe, dass der Fokus in den nächsten Spielen wieder auf dem Feld liegen wird“.

Für Trier spielten: Jordan Barnes (15 Punkte), Aimé Olma (DNP), Clay Guillozet (11), Behnam Yakhchali (15), Marco Hollersbacher (DNP), Marten Linßen (9), Jannis Sonnefeld (DNP), JJ Mann (5), Evans Rapieque (2), Moritz Krimmer (16), Maik Zirbes (12) und Marko Bacak (5).

Beste Werfer Artland Dragons: Brandon Thomas (21 Punkte), Connor Anthony (20) und Jakob Forrester (16).

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