Landkreistag begrüßt Regelungen zur Bezahlkarte für Geflüchtete

Flüchtlinge sollen einen Teil der staatlichen Unterstützung künftig über eine Bezahlkarte beziehen. Der rheinland-pfälzische Landkreistag fordert nun eine schnelle Einführung dieser Bezahlkarte.

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Ein Geflüchteter hält eine Debitcard in der Hand. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

MAINZ. Der rheinland-pfälzische Landkreistag begrüßt die Regelungen zur Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete.

Eine einheitliche Lösung sei in jedem Fall effizienter und kostengünstiger, als wenn jeder Kreis auf eigene Faust tätig werde, erklärte der Geschäftsführende Direktor des kommunalen Spitzenverbands, Andreas Göbel, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Mainz.

Den Kommunen sei aber wichtig, dass dies schnell geschieht. Sollte sich die Einführung aber verzögern, könnten Kreise selbst tätig werden, auch um den zeitlichen Druck auf eine flächendeckende Lösung zu erhöhen, erklärte Göbel. In jedem Fall erwarteten die Kreise eine finanzielle Unterstützung des Landes.

Ein Teil der staatlichen Leistungen für Asylbewerber in Deutschland wird künftig als Guthaben auf einer Bezahlkarte bereitgestellt und nicht mehr als Bargeld ausgezahlt. 14 von 16 Bundesländern einigten sich dazu auf gemeinsame Standards für ein Vergabeverfahren, das bis zum Sommer abgeschlossen sein soll. Nur Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gehen eigene Wege, wollen die Bezahlkarte aber ebenfalls einführen.

Solche Bezahlkarten soll Migranten unter anderem die Möglichkeit nehmen, Geld aus deutscher staatlicher Unterstützung ins Herkunftsland an Angehörige und Freunde zu überweisen. Die Einigung hatte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hessens Regierungschef Boris Rhein (CDU), zuvor verkündet.

Die Bezahlkarte stelle eine gute Lösung dar, da sie Geldtransfers in die Heimatländer und Zahlungen an Schlepper verhinderten, betonte auch Göbel. Zudem gehe damit die Botschaft einher, dass die Auszahlung von Geld grundsätzlich für erbrachte Arbeit erfolgen solle. Außerdem stelle die Bezahlkarte eine unbürokratische Lösung für die Versorgung der Flüchtlinge dar.

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13 Kommentare

  1. Bitte nur für nach 16 a, Berechtigte,
    echte Asylsuchende, keine Maghrebstaatler
    wie Algerier, Marokkaner, Tunesier
    und viele andere…,in Syrien ist der
    Krieg auch längst aus…

    Bitte ausreisen !!

    Die Karte ist längst überfällig !!

  2. Als ob das was bringt.
    Dann gibts eben Tauschhandel oder die Karte wird zur Deckung des eigenen Bedarfs genutzt und nebenher wird noch gebettelt oder Flaschen gesammelt, kommt man auch auf bis zu 50EUR am Tag und das wird dann sonstwohin überwiesen. Abgesehen davon, wenn die Miete gezahlt wird und man 500EUR pro Monat, das Grundsicherungsäquivalent, auf die Karte kriegt, ein proper Leben, dann hat man mehr als jeder Student.

    Hat auch schon jemand Bekanntschaft mit dem netten Herrn oben auf der Tankstelle an der Autobahn am Grenzübergang zu Luxembourg gemacht?
    Er hat mich angesprochen als ich gerade tankte. Mithilfe des Googleübersetzers teilte er mir mit dass er Flüchtling aus der Ukraine sei und „meine Frau meine Kinder haben Hunger bitte helfen.“ Da er im wehrfähigen Alter ist fragte ich ihn wieso er nicht an der Front sei darauf zog er von dannen und sprach zwei deutsche Mutties an, die ihm soweit ich sehen konnte einen Zwanziger gaben. Als ich losfuhr fuhr er auch wieder los, mit einem ziemlich grossen Kombi, ich liess ihn überholen weil ich wissen wollte wo er hinfahre und siehe da, er fuhr die Bitburger runter und weiter Richtung Trier West, wo er dann iwo rechts abbog.
    Wenn er mit der Masche jeden Tag 50EUR macht, nettes Taschengeld, sind 1000EUR im Monat plus Bezahlkarte. Was für ein Leben.
    Da nützt die Bezahlkarte überhaupt nix, reine Augenwischerei.

  3. Es ist doch seltsam, was man aus den Ämtern in der Berichterstattung gehört hat: Viele Asylanten seien in ihre Heimat freiwillig ausgereist, nur weil es jetzt anstatt Bargeld nun die Karte gibt. Was hat die denn verfolgt damit die herkamen? Die Dummheit unserer Gutmenschen hinterm Regenbogen mit dem Füllhorn, die alles glauben? Verfolgung kann es nicht sein, sonst würden sie nicht freiwillig zurückgehen. Mir fehlen die Worte aber die Gedanken sind frei. Denkt mal drüber nach

    • Gemäß den Statistiken der World Bank wurden 2021 insgesamt 37,3 Milliarden US-Dollar (rund 34 Milliarden Euro) aus Deutschland in eines der Herkunftsländer von Migranten überwiesen. Subtrahiert man die finanziellen Mittel, die von deutschen Emigranten nach Deutschland überwiesen werden, (19,3 Mrd. USD, 17,8 Mrd €), dann bleibt ein negativer Saldo von rund 18 Milliarden US-Dollar (16,6 Mrd €), die mehr abfließen als zufließen.

    • Dann müssen die länger hier lebenden Kunden hinter ihm sammeln und die Rechnung bezahlen. Wer das nicht macht ist dann rä…

  4. Mal eine Rechnung:
    Durchschnittliches Monatseinkommen Tunesien: 300EUR

    Lösung:
    Ich reise nach Deutschland.
    Ich kriege eine Bezahlkarte plus eine Wohnung.
    Auf der Bezahlkarte kriege ich jedes Monat ac 400 EUR zum Bestreiten meiner persönlichen Bedürfnisse in Deutschland.
    Nebenher sammle ich Pfandflaschen, arbeite schwarz, bettle ein bisschen. Damit komme ich pro Monat auf ca 600EUR.
    Diese 600EUR überweise ich dann nach Tunesien via Western Union.
    So Einfach ist das.

    • Mal abgesehen davon das Tunesier sich hier garnicht dauerhaft aufhalten dürften . Wenn ich als Deutscher dort mit Reisepass ankomme und mich länger als 3 Monate aufhalte , werde ich zur Fahndung ausgeschrieben, wahrscheinlich irgendwann verhaftet und in meine Heimat abgeschoben. So läuft das eigentlich überall für uns außerhalb der EU !

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