Dreyer zum Jahreswechsel: Weiß um Sorgen bei Heizungsrechnung und an Supermarktkasse

Malu Dreyer hebt zum Jahreswechsel die Stärken von Rheinland-Pfalz und seinen Menschen hervor. Die Regierungschefin ruft in ihrer Neujahrsansprache dazu auf, «gemeinsam die Zeiten zum Guten zu wenden».

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Malu Dreyer, SPD-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, aufgenommen während eines Interviews mit der Deutschen-Presse-Agentur. Foto: Boris Roessler/dpa

MAINZ. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer dazu aufgerufen, 2024 mit «Mut und Zuversicht» zu beginnen. «Vieles fordert uns, die Klimakrise, die Fluchtbewegungen, die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine sowie die hohen Lebenshaltungskosten», sagte die SPD-Politikerin laut Manuskript in ihrer Neujahrsansprache.

«Bei allem, was Schlimmes in der Welt passiert, habe ich bei meinen Begegnungen im Land immer wieder deutlich gespürt, dass Rheinland-Pfalz stark ist.» Viele Menschen setzten sich für andere und für Rheinland-Pfalz ein, lobte Dreyer. «Auch wenn wir nicht alle Probleme der Welt lösen können, können wir uns auf unsere Stärke verlassen.» Für die Landesregierung seien die Menschen, «die sich für das Wir einsetzen, immer wieder ein Ansporn, ihr Engagement zu unterstützen», versprach Dreyer. «Gemeinsam können wir die Zeiten zum Guten wenden. Wir arbeiten mit aller Kraft daran.»

Sie wisse um die Sorgen vieler Menschen, «wenn sie die Heizungsrechnungen öffnen und an der Supermarktkasse stehen», sagte Dreyer. «Mit der Reform für das Wohngeld unterstützen wir sie. Auch war es richtig, den Mindestlohn auf zwölf Euro zu erhöhen.» Den Menschen im Ahrtal und in den anderen flutbetroffenen Gebieten versicherte die Regierungschefin: «Gemeinsam bauen wir nachhaltig und zukunftsstark wieder auf. Die Aufbauhilfe ist sicher! Bund und Länder stehen zu ihren Zusagen.»

Bei vielen großen und mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz verändere sich gerade Vieles und nichts sei leicht, sagte Dreyer. «Beschäftigte und Unternehmen sehen aber ihre Zukunft bei uns im Land. Viele investieren hohe Summen und es gibt mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte als je zuvor.» Bei der Biotechnologie gehe es um «riesige Zukunftschancen und um viele Zukunftsarbeitsplätze». Was die Landesregierung in diesem Sektor gemeinsam mit der Forschung, der Industrie und der Wirtschaft seit Jahren bewege, helfe schwere Krankheiten wie Krebs zu bekämpfen und schaffe gute Arbeit von morgen. An den Schulen unterrichteten so viele Lehrer und Lehrerinnen wie nie zuvor.

Eine gute Zukunft baue immer auf Zuversicht auf, sagte Dreyer. Insofern sei zu hoffen, dass 2024 ein leichteres Jahr werde, dass Friedensgespräche Krieg und Gewalt stoppen könnten. «Wir leben in bewegten Zeiten, aber in Rheinland-Pfalz leben wir sicher und in Freiheit.» Und: «Zu unserer lebendigen Demokratie, zum starken Zusammenhalt, zur erfolgreichen Wirtschaft und zur Sicherheit tragen wir alle bei.» (Quelle: dpa)

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10 Kommentare

  1. „Sie wisse um“ den heißen Brei herum. Sie weiß „um“, aber sie weiß nichts „von“. Widerwärtige Phrasendrescherei aus der Wühlkiste von Pluralis maiestatis. Einfach zum kotzen.
    Investiert wird in Deutschland jedenfalls nix mehr, weil
    1) die Bruttoinlandsprodukt-Entwicklung Deutschlands negativ ist. Investoren interessieren sich leider weniger für das Volumen des BIP, sondern nur, wie es sich entwickelt. Wo die Prozente im Plus sind, da wird Geld reingesteckt; rausgezogen wird es, wo die Prozente negativ sind.
    2) der Status Quo zerkloppt wurde. Beispiel E-Auto-Subventionen: Von heute auf morgen beendet. Investoren wollen Planungssicherheit, doch in Deutschland kann sich ALLES MÖGLICHE ändern, von heute auf morgen. Hier kannste ja nicht mal mehr den Bau EINES Einfamilienhauses durchziehen, ohne dass zwischendurch die Vorschriften verschärft werden oder spontan erhöhte Steuern und Zwangsabgaben die Kalkulation platzen lassen. Wie soll da ein Investor eine Vielzahl Mehrparteienhäuser managen oder Fabriken bauen, dazu benötigt man Planungssicherheit und die gibt es längst nicht mehr in Gagaland.
    Biontech forscht jetzt tatsächlich gegen Krebs – in London! Nicht in Mainz! Die Milliarden € sind davongelaufen.
    Wie dreist kann man heucheln, Frau Dreyer?

  2. Vieles fordert uns , 1.) die Klimakrise : ein ständiger Wandel des Klimas den es auf der Erde schon immer gab und auf den die Menschheit null Einfluss hat ! 2.) die Fluchtbewegungen: die durch soziale Anreize ganz bewusst nach Deutschland gelenkt werden 3.) Ukraine Krieg : der schon lange zu Ende sein könnte, würde der Westen nicht ständig dazwischen funken und ihn mit Waffenlieferungen unnötig verlängern. Fazit: die Probleme sind entweder erfunden oder wurden bewusst herbeigeführt!

  3. Spätestens nach den nächsten Wahlen beginnt die Vertreibung aus dem Paradies der Futtertröge. Ohne „Staatsknete“ wird die linksgrünwoke Blase dann ja am eigenen Leibe erfahren, wie das genau ist mit den Sorgen an der Supermarktkasse und wenn eine Rechnung im Briefkasten liegt.

    Das Sein wird das Bewusstsein bestimmen. Find ich cool.

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