Brutaler Überfall im Saarland: Drei Verdächtige bei internationalem Polizeieinsatz festgenommen

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Foto: Landespolizeipräsidium Saarland

SAARBRÜCKEN. Ermittler des Dezernates für Eigentumskriminalität des Landespolizeipräsidiums haben mit Unterstützung von Spezialeinheiten und ausländischen Polizeikräften am heutigen Mittwoch, den 13.12.2023, drei Tatverdächtige festgenommen sowie Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht.

Gegen 6.00 Uhr begannen zeitgleich die Einsatzmaßnahmen im Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Italien. In Folge der Ermittlungen nach dem Überfall auf die Familie eines Autohändlers in Nalbach am 21.6.2023 hatte der Ermittlungsrichter, auf Antrag der Abteilung für Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Saarbrücken, mehrere Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle ausgestellt.

Damals drangen gegen 8.15 Uhr zunächst drei als Polizisten verkleidete Männer in das Wohnhaus der Familie ein, schlugen brutal auf die anwesende Ehefrau und die Söhne der Familie ein und forderten die Herausgabe von Bargeld. Wegen der heftigen Gegenwehr der Familie und durch den draußen im Fahrzeug wartenden Komplizen vor hinzukommenden Nachbarn gewarnt, mussten die Räuber die Tatausführung abbrechen.

Sie flüchteten mit einem hellblauen Ford Fiesta mit französischen Kennzeichen. Die Familie hatte nach der Tat eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro für Hinweise ausgelobt. Die seitdem geführten langwierigen Ermittlungen führten schließlich zur Identifizierung der drei heute im Kreis Saarlouis festgenommenen Männer im Alter von 41, 34 und 21 Jahren.

Die Durchsuchungen führten zum Auffinden weiterer Beweismittel, deren Auswertung einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen gegen weitere Tatbeteiligte werden fortgesetzt.

Die Ermittler bitten in diesem Zusammenhang nochmals darum, dass sich Zeugen, die sich damals nicht gemeldet haben und sachdienliche Hinweise geben können, unter der Rufnummer 0681/962-2133 an den Kriminaldauerdienst wenden.

Für Hinweise kann auch die Onlinewache genutzt werden (www.onlinewache.saarland.de). (Quelle: Landespolizeipräsidium Saarland)

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