Schwächere Konjunktur hinterlässt Spuren: Arbeitslosigkeit steigt in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich etwas erhöht. Die schwächer werdende Konjunktur hinterlässt ihre Spuren am Arbeitsmarkt.

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Foto: Jan Woitas/dpa/Symbolbild

MAINZ/SAARBRÜCKEN. In Rheinland-Pfalz sind im November etwas mehr Arbeitslose gezählt worden. Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit waren zum Stichtag 13. November im Land 111.500 Frauen und Männer arbeitslos, das waren 400 Menschen oder 0,3 Prozent mehr als einen Monat zuvor, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 9100 arbeitslose Menschen oder 8,9 Prozent mehr gezählt. Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag im November demnach bei 4,9 Prozent. Im Oktober betrug sie ebenfalls 4,9 Prozent und vor einem Jahr 4,6 Prozent.

Nach Angaben von Heidrun Schulz, der Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, spiegelt sich die derzeitige wirtschaftliche Situation auf dem Arbeitsmarkt wider. «Die Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen. In den letzten Jahren verzeichneten wir im November immer einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen», meinte sie. «Die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich nachgelassen, und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt nur noch langsam.»

Im November meldeten sich 8900 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, das waren 300 oder 3,3 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 200 Frauen und Männer oder 2,3 Prozent mehr.

6700 Personen konnten die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden. Dies waren 200 Menschen oder 2,8 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber November 2022 gelang es 400 Arbeitslosen oder 6,7 Prozent mehr.

Betriebe meldeten in den vergangenen vier Wochen etwas mehr Stellen. 5800 neue Stellen wurden bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern registriert. Dies waren 200 oder 2,9 Prozent mehr als im Oktober 2023 – allerdings 1300 oder 18,8 Prozent weniger als im November 2022.

Insgesamt waren im November 39.400 Arbeitsstellen erfasst, 900 Stellen oder 2,2 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren es 5.600 oder 12,4 Prozent weniger. Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (7090) und im Handel (5000).

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