“Definitiv ein Rückschlag” für den FCK: Selbstvertrauen und Leichtigkeit fehlten gegen Fürth

Dem Erfolg im DFB-Pokal folgt die Pleite in der 2. Liga. Der 1. FC Kaiserslautern verliert gegen Fürth - und dazu noch Boris Tomiak nach Roter Karte.

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Kaiserslauterns Boris Tomiak foult Fürths Branimir Hrgota. Foto: Thomas Frey/dpa

KAISERSLAUTERN. Ein Platzverweis, zwei verletzte Spieler und die zweite Heimniederlage der Saison. Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern erlebte beim 0:2 (0:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth wahrlich einen Tag zum Vergessen.

Vor allem in der ersten Halbzeit war vom Selbstvertrauen und der Leichtigkeit des DFB-Pokalspiels gegen Bundesligist 1. FC Köln, das die Pfälzer am Dienstag mit 3:2 gewonnen hatten, nur wenig zu sehen.

Die Mannschaft von Dirk Schuster wirkte am Samstag pomadig, kraftlos und war gegen die Gäste aus Franken, die unter der Woche im Pokal nach einem 1:2 bei Regionalligist FC Homburg ausgeschieden waren, gefühlt oft einen Schritt zu spät. «Wir wollten von der ersten Minute an voll auf Sendung sein, aber das hat uns in der ersten Halbzeit gefehlt, etwa in puncto Passqualität und Passgenauigkeit», klagte Schuster. «Es sah alles relativ langsam aus und war nicht gut von unserer Seite.» Vor 40302 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion war seine Mannschaft mit dem 0:1 zur Pause durch ein Kopfballtor von Gideon Jung in der 23. Minute noch gut bedient.

Schuster korrigierte seine Aufstellung und nahm in der Halbzeit gleich drei Wechsel vor. Philipp Klement, Kenny Prince Redondo und Aaron Opoku kamen für Nikola Soldo, Richmond Tachie und Tobias Raschl. Klement hatte nach 50 Minuten auch den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Vier Minuten später war die Partie dann schon vorentschieden, denn FCK-Torhüter Julian Krahl foulte im Strafraum Fürths Branimir Hrgota. Den fälligen Elfmeter verwandelte Julian Green sicher zum 0:2-Endstand.

Schuster wollte die hohe Belastung in der englischen Woche nicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten lassen. «Wir müssen aufhören, über Belastung und Müdigkeit zu reden. Heute waren zwei, drei Spieler nicht so auf der Höhe und haben nicht ihr normales Leistungsvermögen erreicht», sagte er. «Trotz des Pokalspiels war bei uns jeder in der Verfassung, um 90 oder 95 Minuten geistig und körperlich fit zu sein».

Ähnlich sah es der zur Pause ausgewechselte Ex-Fürther Raschl, der gegen seinen ehemaligen Verein keine entscheidenden Akzente setzten konnte. «Fürth hat am Dienstag auch im Pokal gespielt und hatte genau die gleiche Belastung. Deshalb darf das keine Ausrede sein», meinte er. «Das war definitiv ein Rückschlag.»

Mindestens genauso schwer wie die Niederlage dürfte der personelle Aderlass wiegen. Boris Tomiak sah nach 69 Minuten wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte und wird in den kommenden Partien fehlen. In der Schlussphase verletzte sich noch Opoku, der einen Schlag auf die Patellasehne bekam und wieder ausgewechselt werden musste. Kurze Zeit später zog sich Kevin Kraus in einem Zweikampf eine Gehirnerschütterung zu, sodass Kaiserslautern die Partie mit neun Mann beenden musste, weil das Wechselkontingent schon erschöpft war. (Quelle: dpa)

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