Razzien bei Mitgliedern von Schockanruf-Bande: Zwei Männer in Untersuchungshaft

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Foto: Johannes Neudecker/dpa/Symbolbild

KOBLENZ. Sie sollen sich als Polizisten ausgegeben und durch Schockanrufe ältere Menschen um Bargeld und Schmuck gebracht haben: Am Mittwoch sind zwei Männer im Alter von 34 und 67 Jahren in Sankt Augustin und Köln festgenommen worden. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte.

Demnach gab es am Mittwoch insgesamt acht Durchsuchungen in Köln, Bonn, Swisttal und Sankt Augustin. Den Männern wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug und Amtsanmaßung vorgeworfen.

Sie sollen laut Staatsanwaltschaft Teil einer kriminellen Gruppierung sein, die gezielt ältere Menschen angerufen habe. «Die Anrufer gaben sich hierbei als Polizeibeamte aus und schilderten jeweils, dass ein Kind der Geschädigten einen tödlichen Unfall verursacht habe, deshalb festgenommen worden sei und nur gegen Zahlung einer Kaution freigelassen werden könne», hieß es in der Mitteilung.

Die Opfer kommen laut Staatsanwaltschaft aus Koblenz, Alfter und Swisttal. In mehreren Fällen hätten die Menschen Bargeld und Wertgegenstände im «deutlich» fünfstelligen Bereich übergeben. Die beiden Männer hätten sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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