Streit um Kindergrundsicherung: Saar-Minister Jung fordert Nachbesserungen – keine substantielle Minderung von Kinderarmut

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Der saarländische Sozialminister Magnus Jung (SPD). Foto: Harald Tittel/dpa

SAARBRÜCKEN. Saarlands Sozial- und Arbeitsminister Magnus Jung fordert Nachbesserungen bei Kindergrundsicherungsplänen des Bundes. Der SPD-Politiker begrüße grundsätzlich die Initiative der Bundesregierung, Chancen für Kinder und Jugendliche zu verbessern und Kinderarmut bekämpfen zu wollen.

Dies teilte das Ministerium am Mittwoch in Saarbrücken mit. Gleichzeitig mache Jung auf Defizite im aktuellen Referentenentwurf aufmerksam. So werde zum Beispiel der Bund seinem eigenen Anspruch, der Vereinfachung der Antragsstellung aus einer Hand, mit dem Entwurf nicht gerecht. Zudem zeichne sich ab, dass Kinderarmut im Saarland durch die Kindergrundsicherung – wie sie aktuell geplant sei – nicht substanziell gemindert werden könne. (Quelle: dpa)

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1 Kommentar

  1. Auch dieser Artikel dokumentiert wieder einmal das grundsätzliche Problem mit genutzten Begrifflichkeiten. Dabei ist kaum eine andere Sprache so präzise wie die deutsche Sprache.

    Nehmen wir den Begriff „Kinderarmut“ mit dem dieser Politiker im Artikel zitiert wird. Bei „Kinderarmut“ stellt sich jeder Kinder vor die abhängig von einer öffentlichen Speisung an einer Tafel sitzen wo sie mit Spenden ernährt/gespeist werden.Schlimm genug dass so etwas in einem angeblich so reichen Land mit jeder Menge Sondervermögen überhaupt notwendig ist.

    Ist das aber wirklich „Kinderarmut“? Wird mit diesem Begriff „Kinderarmut“ nicht ein Begriff missbraucht für einen völlig falschen Zweck????

    „Kinderarmut“ bedeutet im Klartext (die deutsche Sprache ist halt sehr präzise), dass WIR ZU WENIG KINDER haben. Mittlerweile sind die Verhältnisse hierzulande so, dass Kinder per se in unserer Gesellschaft bereits einen „Armutsfaktor“ für die Eltern darstellen. Wenn dieser Fall dann eintrifft, dann haben wir eben die materiell armen Kinder.

    Kinderarmut indiziert, dass das System Kinder bereits als einen Wirtschaftsfaktor ansieht.Ist das nicht verrückt, geradezu krank? Es ist dann das Kind armer Eltern.

    Zu abstrakt?? Dann modifizieren wir einmal den Begriff „Kinderarmut“ und nehmen den Begriff „Kinderreichtum“.Denkt irgendjemand bei dem Begriff „Kinderreichtum“ an Kinder, die jeden Morgen mit einem Porsche/Mercedes zur Schule gebracht werden????

    Jetzt zieht jeder die Schlussfolgerung, dass diese Vokabel sich auf Familien bezieht, die viele Kinder haben?????

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