Frau und Sohn bringen Verwandte um: Revision gegen Mord-Urteil eingelegt

0
Foto: dpa

SAARBRÜCKEN. Nach der Verurteilung einer Frau und ihres Sohns in Saarbrücken wegen Mordes hat die Verteidigung Revision eingelegt. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts am Mittwoch mit.

Das Saarbrücker Landgericht hatte die Angeklagten wegen der Tötung einer Verwandten zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil ist demnach nicht rechtskräftig, jetzt beschäftigt sich der Bundesgerichtshof in Leipzig mit dem Fall.

Schrecklicher Mord aus Habgier

Die Kammer hatte es als erwiesen angesehen, dass die beiden Angeklagten die 74-Jährige aus Habgier getötet hatten. Auch die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

Sohn sticht mehrfach auf Opfer ein

Die 66-Jährige und ihr 45 Jahre alter Sohn hatten demnach gemeinsam beschlossen, die Frau aus dem saarländischen Heusweiler (Kreis Saarbrücken) umzubringen, um sich deren Besitz anzueignen. Sie hatten die Cousine der Angeklagten im Oktober des vergangenen Jahres unter einem Vorwand zu einem Haus in Hargarten-aux-Mines (Département Moselle) im benachbarten Frankreich gelockt. Im Wohnzimmer stach der Sohn mit einem Messer mehrfach auf das Opfer ein.

Mutter und Sohn fielen bei Verkehrskontrolle auf

Im November fielen Mutter und Sohn der Polizei dann bei einer Verkehrskontrolle auf. Die Beamten entdeckten im Fahrzeug ein Sparbuch sowie hochwertige Uhren und den Personalausweis der bereits vermissten Frau. In dem Haus in Hargarten-aux-Mines fand die französische Polizei schließlich die Leiche.

Der Rechtsanwalt der Frau hatte einen Freispruch beantragt, der Verteidiger ihres Sohnes hatte auf eine Haftstrafe von sieben Jahren wegen Totschlags im Affekt plädiert.

Vorheriger ArtikelRiol: Täter kamen durchs Kellerfenster – Einbruch in Einfamilienhaus
Nächster ArtikelLand will “schneller und einfacher” werden: Regierungschefin Dreyer begrüßt «Deutschland-Pakt»

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.