Aktives Erleben – Grundschule Zerf auf dem Qualifizierungsweg zur 
Naturpark-Schule

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Grundschulkinder der Grundschule Zerf bei der Kooperationsvereinbarung
Foto: © Naturpark Saar-Hunsrück

Die Grundschule Zerf wurde mit der Unterzeichnung der Kooperations-Vereinbarung zwischen der Grundschule, dem Naturpark und der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell in das „Netzwerk der Naturpark-Schulen“ aufgenommen. Ziel des Projektes Naturpark-Schule ist, eine feste und dauerhafte Kooperation zwischen dem Naturpark Saar-Hunsrück und den Schulen im Naturpark aufzubauen. Dabei werden natur- und nachhaltigkeitsrelevante Themen im Schul-Alltag verankert.

Gemeinsam mit Naturpark-Referentin Ulla Petto-Spies, dem Forstamt etc. beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Naturerlebnis-Programmen, wie „Faszinierende Bienenwelt – Wild- und Honigbienen auf der Spur“ sowie mit dem Thema Wald, Natur und Kulturlandschaft, Wasser und Wind. Nach einer erfolgreichen Auf- und Ausbauphase wird die Schule offiziell als Naturpark-Schule ausgezeichnet.

Rektor Christian Rolf Glowania freut sich mit Unterstützung des Naturparks Saar-Hunsrück und der Kooperationspartnern den Naturbezug bei den Kindern auszubauen. „Unsere Aufgabe als Grundschule ist es unseren Schülerinnen und Schüler nicht nur wichtige Kulturtechniken wie das Lesen, Schreiben, und Rechnen beizubringen, sondern unmittelbare Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen, die in Erinnerung bleiben und die ihr späteres Handeln und Tun nachhaltig prägen. Somit stellt die heutige Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Verbandgemeinde Saarburg–Kell, dem Naturpark Saar Hunsrück und der Grundschule Zerf ein sichtbares Zeichen der Verwurzelung und Vernetzung dar und bietet den Raum diese Erfahrungen zu ermöglichen.“

Begeisterung bei Kindern für Naturthemen

Bürgermeister Jürgen Dixius, Verbandsgemeinde Saarburg-Kell, betonte besonders die Notwendigkeit, die heimatliche Natur mit all ihrer Vielfalt zu erhalten. „Die Begeisterung, die bei den Kindern aufkommt, wenn sie Naturthemen bearbeiten, zeigt das große Potenzial dieser Kooperation auf. Eine intensive Einbindung von Natur- und Heimatthemen in den Schulalltag ist ein großer Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Gesellschaft.“

Bei den Naturpark-Angeboten zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) steht das aktive Erleben mit allen Sinnen und selbstständige Forschen im Vordergrund, dies verstärkt den Lerneffekt und fördert Handlungskompetenzen und die Befähigung vorausschauend, reflektiert und kritisch zu denken.

Erfahrungen machen Spaß

Landrat Stefan Metzdorf, Vorstandsvorsitzender des Naturparks Saar-Hunsrück hebt hervor, „dass das Kennenlernen unserer lokalen Natur- und Kulturschätze der Beginn für dessen Wertschätzung ist. Die Kinder erleben die Natur ihrer Heimat mit allen Sinnen und dürfen sich ausprobieren. Diese Erfahrungen machen ihnen viel Spaß und schaffen die Grundlage für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung, weshalb diese Kooperation mit den Schulen und Kitas so wertvoll für die gesamte Region ist.“

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung
 Foto: © Naturpark Saar-Hunsrück *

Hintergrund:
Schulen sind wichtige Kooperationspartner vieler Naturparke in Deutschland, um die Aufgaben der Naturparke im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) umzusetzen. Kern ist der Aufbau einer festen und dauerhaften Kooperation zwischen Naturpark und Schule. Der Naturpark Saar-Hunsrück beteiligt sich als anerkannter außerschulischer Bildungspartner seit 2014 am bundesweiten „Netzwerk Naturpark-Schulen“ des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN). Es gibt bereits sechs zertifizierte Naturpark-Schulen und viele weitere auf dem Weg.

In Naturpark-Schulen werden Naturpark-Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft regelmäßig im Unterricht behandelt, in Exkursionen oder Projekttagen verankern. Außerschulische Projektpartner wie Handwerker, Künstler, Landwirte, Imker, Vereine sowie Forstämter und Museen etc. werden aktiv mit einbezogen. Die Kinder können so ihre Region kennenlernen und für sie begeistert werden. Das stärkt die Identifikation der Kinder mit ihrer Heimat.

Gestartet wird mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch Schule, Träger und Naturpark. Daran schließt sich eine aktive Erprobungsphase an. Die Auszeichnung Naturpark-Schule wird nach mindestens einjähriger Erprobungsphase für einen Zeitraum von fünf Jahren auf der Basis eines bundesweiten Kriterienkatalogs verliehen. Die Auszeichnung nimmt der Naturpark im Auftrag des VDN vor. Alle fünf Jahre wird die Kooperation evaluiert und die Auszeichnung verlängert.

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