Paralleljustiz im Clan-Milieu: Syrer aus der Eifel an “Schlichtung” in NRW beteiligt

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Foto: Markus Gayk/dpa

DUISBURG/NIEDERÖFFLINGEN. Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen einer libanesischen und einer syrischen Großfamilie vor einigen Wochen in Essen und Castrop-Rauxel kam es in Duisburg zu einer Schlichtung. Eine wichtige Rolle soll dabei der Syrer Jamil Al-Soliman gespielt haben, der mit seiner Familie in Niederöfflingen im Kreis Bernkastel-Wittlich lebt, wie der SWR berichtet.

Die Staatsanwaltschaft in Dortmund ermittelt wegen der Tumulte in Castrop-Rauxel gegen 49 Personen, u.a. wegen versuchten Totschlags, schweren Landfriedensbruchs, Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und den Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Schlichtungen durch sog. „Friedensrichter“ lehnt die nordrhein-westfälische Polizei ab, da diese erfahrungsgemäß dazu führen, dass potentielle Zeugen ihre Aussagen revidieren. Außerdem werde dadurch das Rechtssystem „wissentlich missachtet“. Die Polizei in Essen erklärte gegenüber dem Sender, man habe vorab keine Kenntnis von dem Treffen gehabt. Hätte man davon gewusst, so wären die Beamten „konsequent eingeschritten und hätten dies verhindert.“

Al-Soliman behauptete gegenüber dem SWR dagegen, die Polizei sei informiert gewesen. Zudem spielte er die Bedeutung des Treffens herunter: „Wir haben ein Prozent getan. Die restlichen 99 Prozent sind der Job des Staates.“ Auch bestreitet Al-Soliman, dass durch das Versöhnungsgespräch in Duisburg Einfluss auf die Justiz oder das Verhalten von Zeugen genommen wurde. Auch seinen die Mitglieder des syrischen „Al-Busaria“-Clans nicht in Drogen- und Schleuserkriminalität verwickelt. Viele von ihnen seien vielmehr die rechtschaffene Ärzte und Ingenieure. (Quelle: SWR)

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4 Kommentare

  1. Weil rot-grün überall die Strippen zieht und das eigentliche konservative Lager FDP/CDU/CSU sich seit vielen Jahren für deren Ideologie prostituiert.

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