“Wir schreiben uns sehr viele SMS”: Bettel freut sich auf Besuch von Steinmeier

Bundespräsident Steinmeier kommt zu seinem ersten bilateralen Besuch nach Luxemburg. Damit will er die engen Beziehungen zwischen den Ländern würdigen. Luxemburgs Premierminister Bettel freut sich schon.

2
Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel (Demokratische Partei) spricht in einem Interview im Staatsministerium. Foto: Harald Tittel/dpa

LUXEMBURG. Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel freut sich auf den Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. «Er ist ein Freund Luxemburgs. Wir schätzen uns», sagte Bettel der Deutschen Presse-Agentur in Luxemburg.

«Wir schreiben uns sehr viele SMS und wir rufen uns auch regelmäßig an.» Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender reisen vom 9. bis 11. Juli zu ihrem ersten bilateralen Besuch ins Großherzogtum.

Bettel sagte, er finde es «super», dass Steinmeier bei seinem Besuch auch luxemburgische Feuerwehrleute und Einsatzkräfte treffe, die bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 geholfen haben.

Steinmeier und Büdenbender werden zum Auftakt ihres Besuches von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa von Luxemburg im Palast begrüßt. Auf dem Programm stehen auch ein Treffen mit Bettel und Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und der Besuch mehrerer Ausstellungen. Auch eine Visite des Geburtshauses von Robert Schuman (1886-1963), einem Gründervater der Europäischen Union, und ein Besuch der Uni Luxemburg in Esch-Belval ist vorgesehen.

Nach Angaben des Bundespräsidialamtes würdigt Steinmeier mit seiner Reise «die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Luxemburg, insbesondere auch in ihrer historischen und europäischen Dimension».

Bettel sagte: «Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit Deutschland. Ich habe mit der (ehemaligen Bundeskanzlerin) Angela (Merkel) sehr gut gearbeitet und jetzt mit dem (Bundeskanzler) Olaf (Scholz) auch.» Mit Blick auf die angrenzenden Bundesländer Rheinland-Pfalz und das Saarland fügte er hinzu: «Die (Ministerpräsidentin) Malu (Dreyer) ist eine Freundin. Und mit der (Ministerpräsidentin) Anke (Rehlinger) geht es sehr gut.»

Luxemburg müsse aber besser angebunden werden an den Schnellverkehr der Deutschen Bahn, sagte Bettel. «Die Verbindung ist ziemlich schrecklich.» Mit Blick auf die Homeoffice-Regeln für deutsche Pendler, die derzeit zwischen den Finanzministern beider Länder verhandelt werden, sagte Bettel: «Sie gehen in eine gute Richtung.»

Bisher dürfen deutsche Grenzgänger, die in Luxemburg arbeiten, maximal 19 Tage im Homeoffice arbeiten, ohne in Deutschland Steuern zahlen zu müssen. Eine Verbesserung wäre eine Anhebung der Freigrenze. In Frankreich und Belgien liegt sie bei 34 Tagen.

Bettel ist seit Dezember 2013 Premierminister in Luxemburg. Nach der Parlamentswahl am 8. Oktober würde er gerne in eine dritte Amtszeit gehen. Der Jurist führt eine Dreierkoalition aus Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen. (Quelle: dpa)

Vorheriger ArtikelGewalt auf den Saarburger Markttagen: Jugendliche verletzt
Nächster ArtikelSaarland: Chemiker entwickeln Methode gegen “Ewigkeitschemikalien” PFAS im Wasser

2 Kommentare

  1. Ich mochte ihn nicht als Kanzleramtsminister, ich mochte ihn nicht als Außenminister, ich mag ihn noch weniger als Bundespräsident unter Merkels Gnaden.
    Steinmeier ist ein weiterer Fall in einer langen Reihe von Fehlbesetzungen.
    Uncharismatisch, langweilig, durchschnittlich, parteiisch.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.